Metallarbeitgeber der Region wünschen sich baldige Lösung

Unternehmerverband mahnt die IG Metall zur Bewegung: Tarifabschluss muss Realitätscheck bestehen

In NRW hat am Montag die vierte Verhandlungsrunde in der Tarifrunde für die rund 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Die gestrigen Verhandlungen verliefen nach Einschätzung der Teilnehmer konstruktiv und lösungsorientiert. Die Gespräche sollen am 12. Mai in Köln fortgesetzt werden.

Der heimische Unternehmerverband der Metallindustrie fordert die IG Metall vor diesem Hintergrund auf, von einer weiteren Verschärfung der Warnstreiks abzusehen. Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz, betont: „Dass wir die Verhandlungen jetzt intensiv fortsetzen, ist hoffentlich ein Signal für eine vernünftige und baldige Lösung.“

Die Tarifpartner trügen angesichts zunehmend pessimistischer Prognosen der Wirtschaftsforscher eine große Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts. Allerdings müsse den Gewerkschaften klar sein, dass ihre Darstellung prosperierender und gut verdienender Unternehmen in der Region nicht zutreffe. Schmitz: „Vielen Mitgliedsfirmen geht es schlecht. Die Wirtschaft schrumpft in vielen Bereichen, gerade in der Metallindustrie. Das zeigt auch das amtliche vermeldete Nullwachstum in NRW. Stark gestiegene Arbeitskosten veranlassen viele Unternehmen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern.“

Schmitz versichert aber die Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber: „Wir sind flexibel und wünschen uns einen schnellen Abschluss. Wichtig ist, dass unseren Mitgliedsunternehmen im internationalen Wettbewerb Luft zum Atmen bleibt“, so Schmitz. Dazu müsse sich vor allem die IG Metall bewegen. „Jeder Tarifabschluss muss den Realitätscheck bestehen. Es geht um ein Gesamtpaket aus Lohnzahl, Laufzeit und differenzierender Wettbewerbskomponente. Die bisherigen Forderungen der Gewerkschaft haben aber mit der Wirklichkeit noch wenig zu tun“, erklärt Schmitz abschließend.

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands (Foto: Unternehmerverband)

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