Mädchen für MINT-Berufe begeistern

MINT-Report offenbart Verschärfung des Fachkräfte-Mangels / Unternehmerverband betont die guten Perspektiven in technischen Berufen

Attraktive Vergütung und zukunftsorientierte Arbeitsfelder: MINT-Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bieten beides. Dennoch sind zahlreiche Stellen unbesetzt und damit die ungenutzten Potenziale der Branche groß. „MINT-Bildung ist der entscheidende Faktor, damit wir unsere wirtschaftliche Zukunft selbst gestalten können. Nur durch Innovationen auf diesem Gebiet bleibt Deutschland wettbewerbsfähig“, mahnt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes mit Blick auf den aktuellen MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) an. Dieser zeigt, dass aktuell 267.900 Fachkräfte im MINT-Bereich fehlen, das sind mehr als doppelt so viele wie im Oktober 2020 und auch mehr als im Oktober 2019. Das sei umso alarmierender, da Deutschland diese Fachkräfte dringend brauche, um bei den Trend-Themen Digitalisierung und klimafreundliche Technologien und Produkte mithalten zu können.
„Insbesondere fehlt es an weiblichem Fachpersonal“, so Schmitz. Laut MINT-Report stellen Frauen nur 15 Prozent der Beschäftigten. „Das zeigt deutlich, dass wir die Bemühungen noch verstärken müssen, gerade Mädchen für technische Berufe zu begeistern.“ Der Unternehmerverband ist hier aktiv und bietet beispielsweise das Duale Orientierungspraktikum Technik, #dop4u, im Kreis Borken an, das er gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Borken organisiert. Dabei haben Oberstufenschülerinnen und -schüler die Möglichkeit, an einer Hochschule technische Fachbereiche kennenzulernen und anschließend ein passendes Praktikum in einem Betrieb zu absolvieren. „Für die Auflage 2022 konnten wir trotz gezielter Ansprache in den Schulen und auf Social Media nicht einmal alle 30 angebotenen Plätze besetzen. Unter den Bewerbern waren aber immerhin sechs Mädchen“, sagt Jennifer Middelkamp, Regionalgeschäftsführung Bocholt des Unternehmerverbandes, die das #dop4u organisiert. Sie appelliert an die Jugendlichen, diese Angebote jetzt erst recht zu nutzen, schließlich sei durch die Pandemie schon viel an Berufsorientierung „live“ ausgefallen.
Der Unternehmerverband wirbt seit Jahrzehnten für technische Berufe: Mit MINT-Wettbewerben und dem M+E-InfoTruck werden die Möglichkeiten der verschiedenen technischen Berufsfelder als Erlebnis transportiert. „Jeder Jugendliche hat ein Smartphone, Programmierer sind aber Mangelware. Wir dürfen nicht nachlassen, die guten Perspektiven in diesen Berufen zu betonen. Gerade Mädchen versuchen wir zu erreichen, damit sie nicht in eine geschlechterstereotype Berufswahl hineinfallen. In der Metall- und Elektroindustrie kann man gutes Geld verdienen, man kann nach der Ausbildung weiterlernen und damit aufsteigen, und man hat sehr gute Arbeitsbedingungen“, so Wolfgang Schmitz. Ein weiterer Vorteil: Aufgrund des Tarifs in der Metall- und Elektroindustrie werden Männer und Frauen gleich bezahlt – also kein Gender-Pay-Gap wie in anderen Branchen.

In technischen Berufen stellen Frauen nur 15 Prozent der Beschäftigten. Deshalb müssen alle die Bemühungen noch verstärken, gerade Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern. (Foto: iStock)

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Jennifer Middelkamp

Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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Geraldine Klan

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Raphaela Joy Heuthe

Mitarbeiterin Kommunikation und Marketing

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