Lust auf Ausbildung machen

Nachhaltige Diskussion zwischen Wirtschaft und Schule

Wieder Lust auf Ausbildung machen und jungen Leuten helfen, die für sie persönlich jeweils passenden Chancen zu ergreifen – auf dieses Ergebnis lässt sich eine Diskussionsrunde bringen, zu der an der Konrad-Duden-Realschule in Wesel nun Lehrer, Unternehmer sowie Fachleute von der Arbeitsagentur und dem Unternehmerverband zusammenkamen. Der Runde Tisch knüpft an eine Projektwoche „Berufsorientierung“ für Schüler an, „bei der der Wunsch nach einem weiterführenden, fachlichen Austausch zwischen den Lehrern und Firmenvertretern aufkam“, berichtete Daniela Koch vom Unternehmerverband. Denn alle hätten ein Ziel: Schüler passgenau auf Bewerbungen, Einstellungstests und Ausbildung vorzubereiten.

Ein Problem sprachen die Unternehmen – u. a. von den Firmen Aldi, BYK-Chemie, Clyde Bergemann und Waldhotel Tannenhäuschen – sofort an: Viele Schüler probieren nach dem Schulabschluss gar nicht erst, eine Ausbildung zu bekommen, sondern gehen weiter zur Schule. „Der dann erworbene Abschluss ist im Durchschnitt häufig schlechter und die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt dadurch nicht besser“, kritisierte Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband. Dabei sei die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Wesel besser als viele denken, sagte Dr. Peter Glück, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Wesel: „Das Verhältnis der Ausbildungsplätze zu den Bewerbern ist mit 1 zu 2 auch im aktuellen Jahr der Wirtschaftskrise vergleichbar mit den beiden letzten Jahren.“ Mit ihrem gemeinsamen Projekt „Vertiefte Berufsorientierung“ versuchen Arbeitsagentur, Unternehmerverband und Schulen, den Schülern ihre offensichtliche Angst – manchmal auch Bequemlichkeit – vor dem Übergang in das Berufsleben zu nehmen. „Auch die Eltern spielen eine wichtige Rolle“, meinte Lehrerin Ulrike Moll – so nehme kaum jemand die vielfältigen Beratungsangebote an.

Einige Ideen wollen die Teilnehmer nun weiterentwickeln: ein „Parents Day“ für Eltern in Schulen und umgekehrt für Schüler in den Unternehmen ihrer Eltern sowie noch mehr Besuche von Auszubildenden, die mit den etwa gleichaltrigen Schülern ins Gespräch kommen. „Als Unternehmerverband unterstützen wir das, da unsere Mitgliedsunternehmen im Kreis Wesel auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen sind“, sagte Elisabeth Schulte zu.

Diskutierten mit Lehrern und Unternehmern über Ausbildung: Elisabeth Schulte (links) vom Unternehmerverband und Dr. Peter Glück (2. v. l.) von der Arbeitsagentur.

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