Knete für kluge Köpfe

Unternehmerverband stiftet an Rhein und Ruhr sieben Stipendien / International Studierende an der Hochschule Rhein Waal

Stojanka Crvarova aus Mazedonien und Luís Manuel de Almeida Nieto aus Venezuela, beide Studierende an der Hochschule Rhein-Waal, erhielten in den beiden zurückliegenden Semestern Stipendien des Unternehmerverbandes der Metallindustrie Ruhr-Niederrhein mit Sitz in Duisburg. Dessen Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz freut sich, dass sich in die Reihe der insgesamt sieben Stipendiaten an Rhein und Ruhr auch ausländische Studierende befinden: „Nicht nur der Arbeitsalltag in den Unternehmen wird aufgrund der Globalisierung und Internationalisierung der Geschäfte multikultureller. Auch die Gesellschaft wird bunter. Deshalb finden wir es wichtig, angehende Fachkräfte und potenzielle Führungskräfte mit internationalen Wurzeln zu fördern. Die Stipendien für diese beiden jungen Leute stehen stellvertretend dafür, dass wir die jetzigen Studierenden dazu bewegen wollen, dauerhaft in dieser Region zu bleiben und Fachkräfteengpässe zu füllen.“

Luís Manuel de Almeida Nieto ist erst 19 Jahre alt und studiert in Kleve „Mechanical Engineering“ im vierten Semester. Weil Deutschland nun mal das Land des Maschinenbaus sei, habe er über ein Deutsches Ausbildungsinstitut von der Hochschule Rhein Waal erfahren. „Das komplette Studium in Kleve läuft auf Englisch; an dieser neuen Hochschule gibt es zudem modernste Ausstattung und Labore.” Deshalb entschied sich der junge Mann für Kleve, wo er seit nunmehr zwei Jahren auch lebt.

Wolfgang Schmitz zollt de Almeida Nieto großen Respekt, in so jungen Jahren aus einer südamerikanischen Großstadt an den Niederrhein zu kommen. „Wir fordern von jungen Leuten immer Mobilität und Flexibilität, etwa wenn es darum geht, eine Ausbildung eben nicht nur in der Heimatstadt zu suchen. Luís ist hier ein Vorbild.“ Der 19-Jährige hat bereits viel erlebt: Aus seinem Heimatland Venezuela flüchtete er mit nur einem Teil der Familie nach Kolumbien. „Natürlich fällt es mir schwer, so weit weg von zu Hause zu sein. Aber ich sehe einfach große Perspektiven für mich in Europa. Und ich fühle mich verantwortlich, die einmaligen Chancen, die mir geboten werden, auch zu ergreifen.“ Dazu zählt de Almeida Nieto auch das Stipendium des Unternehmerverbandes: „Das Stipendium bedeutet viel für mich. Ich muss mir keine Gedanken mehr machen, von Zuhause abhängig zu sein. Auch konnte ich einige Jobs, die ich zuvor gemacht habe, beenden, und mich tatsächlich darauf konzentrieren, mein Studium voranzutreiben.“ Beibehalten hat der 19-Jährige aber einen Job an der Hochschule, bei dem er für einen Professor im Engineering tätig ist. Zudem sammelt er bald Praxiserfahrung in einem Dortmunder Unternehmen. „Ich würde später gerne in der Automobil- oder Flugzeugindustrie arbeiten“, hat sich der motivierte Studierende vorgenommen.

Die zweite Studierende, die an der Hochschule Rhein Waal in den Genuss des Stipendiums des Unternehmerverbandes kommt, ist die 19-Jährige Stojanka Crvarova. Sie kommt aus Mazedonien und studiert im zweiten Semester „International Taxation and Law“. Sie entschied sich für ein Studium in Kleve, weil es komplett auf Englisch läuft. „Zugleich hilft uns die Hochschule aber auch, deutsche Sprache und Kultur kennen zu lernen. Dass die Hochschule neu gegründet ist, hat mich nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: Für mich zählt die Qualität, nicht Ruhm und Ehre.“ Derzeit absolviert die junge Studentin ihre Prüfungen und widmet sich danach den Bewerbungen für ein Pflichtpraktikum: „Ich habe mir schon ein paar Unternehmen herausgesucht und meinen Lebenslauf auf Deutsch geschrieben.“ Ihr Deutsch sei noch nicht perfekt, „aber ich gebe meine Ambitionen so leicht nicht auf“, gibt Stojanka Crvarova schmunzelnd zu.

Das Stipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat bedeutet Stonjanka Crvarov viel. In ihrer Heimat Mazedonien liegt das durchschnittliche monatliche Einkommen bei 250 Euro; als nicht EU-Bürgerin musste sie zudem Geld hinterlegen, um ein Visum zu bekommen. „Durch das Stipendium habe ich Hilfe bekommen, um weniger zu arbeiten und mehr zu studieren. Ich kann an Konferenzen teilnehmen und Bücher kaufen“, zeigt sich Crvarova sehr dankbar. Nach ihrem Bachelor-Studium möchte sie den Master anschließen, um später als Steuerberaterin oder Anwältin tätig zu werden. „Am liebsten würde ich in einer Institution in der Europäischen Union arbeiten. Das wäre mein Traum.“

Weitere fünf Stipendiaten des Unternehmerverbandes studieren an der Universität Duisburg-Essen (Standort Duisburg), an der Hochschule Ruhr-West (Standort Mülheim) und an der Westfälischen Hochschule (Standort Bocholt). „Die hiesige Wirtschaft, insbesondere die Metall- und Elektrounternehmen, brauchen technisch-versierten Nachwuchs, um bei Forschung und Entwicklung an der Spitze zu bleiben. Deshalb suchen wir auch über Stipendien die Nähe zu Studierenden, die unsere Führungskräfte von morgen sind“, resümiert Wolfgang Schmitz vom Unternehmerverband. Als Arbeitgeberverband vertritt er die Metall- und Elektrounternehmen von Duisburg über Mülheim und Oberhausen bis nach Wesel, Bocholt und Emmerich. Weitere Informationen unter www.unternehmerverband-metall.org. Kontakt zu Luís Manuel de Almeida Nieto per E-Mail an 15769(at)hsrw(dot)org und zu Stonjanka Crvarov per E-Mail an 17934(at)hsrw(dot)org.

Stonjanka Crvarov und Luís Manuel de Almeida Nieto

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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