„Insgesamt akzeptabler Kompromiss“

Metallverband Ruhr-Niederrhein für Übernahme des Tarifkompromisses von Baden-Württemberg

Der Metallverband Ruhr-Niederrhein will, dass der am vergangenen Wochenende in Baden-Württemberg vereinbarte Tarifabschluss auch für Nordrhein-Westfalen übernommen wird. Dementsprechend votierte der heimische Metallverband gestern Abend in den zuständigen Gremien von Metall NRW. Der NRW-Metallverband sprach sich auch insgesamt für die Übernahme des Tarifkompromisses aus. Der Vorsitzende des Metallverbandes Ruhr-Niederrhein, Wim Abbing, sagte nach der Sitzung in Düsseldorf, dass das komplexe Gesamtpaket „insgesamt akzeptabel“ sei. Das Lohnplus sei gerade noch vertretbar, die „sachgerechten“ Regelungen zur Zeitarbeit sicherten die notwendige betriebliche Flexibilität. Enttäuscht äußerte er sich allerdings zu den Vereinbarungen zur Übernahme der Ausgebildeten. „Die bedarfsgerechte Übernahme der Ausgebildeten entspricht grundsätzlich der betrieblichen Realität. Inwieweit die jetzt gefundenen Regelungen allerdings zu einer Reduzierung der Ausbildung über Bedarf führen werden, muss die Zeit zeigen“, erklärte Abbing für die Metallarbeitgeber in der Region.

Abbing, der Mitglied der NRW-Verhandlungskommission auf Arbeitgeberseite ist, betonte, dass vor allem die „qualitativen“ Forderungen der IG Metall eine Lösung dieser Tarifrunde außerordentlich schwierig gemacht hätten. Vor diesem Hintergrund sei er froh, dass mit dem Kompromiss ein Arbeitskampf für die Metall- und Elektroindustrie mit ihren 700.000 Beschäftigten allein in Nordrhein-Westfalen verhindert worden sei. „Für die Zukunft kommt es jetzt entscheidend darauf an, gemeinsam mit der Gewerkschaft Strategien gegen den Fachkräftemangel zu entwickeln“, mahnte Abbing mit Blick auf den demografischen Wandel. Der Metallverband Ruhr-Niederrhein macht das Thema Fachkräftesicherung in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit.

Für die nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie werden die Verhandlungen am morgigen Donnerstag in Bochum fortgesetzt. Der Metallverband Ruhr-Niederrhein vertritt ca. 100 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Duisburg, Mülheim, Oberhausen, am Niederrhein und im westlichen Münsterland.

Der Vorsitzende des Metallverbandes Ruhr-Niederrhein Wim Abbing (Foto: Unternehmerverband)

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