Gelungene Premiere: Sechs Schüler absolvierten Duales Orientierungspraktikum

Firmen und Nachwuchs im Kreis Borken zusammengebracht

Das erstmals in Ahaus und Umgebung angebotene „Duale Orientierungspraktikum“ fand heute mit einer feierlichen Urkundenübergabe in der Westfälischen Hochschule am Studienort Ahaus seinen Abschluss. Sechs Schüler hatten in dieser Woche zunächst einen Studientag an der Hochschule absolviert und dann vier Tage lang in hiesigen Unternehmen Betriebsluft geschnuppert. Das Duale Orientierungspraktikum ist eine gemeinsame Initiative der Westfälischen Hochschule, des zdi-Zentrums Kreis Borken sowie der Arbeitgeberverbände Münster und Duisburg, deren Einzugsgebiete bis in den Kreis Borken reichen.

Jürgen Paschold von der Regionalgeschäftsführung des Unternehmerverbandes für den Kreis Borken zeigte sich sehr zufrieden: „Fachkräftemangel allerorten, vor allem im technischen Bereich: Unser Projekt hat Unternehmer und potenzielle Nachwuchskräfte zusammengebracht. Da spätere Aufgaben ganz praktisch ausprobiert werden konnten, wird die Gefahr von Fehlentscheidungen bei der Berufswahl deutlich verringert.“ Für den Ingenieur-Nachwuchs von morgen brachten sich folgende Unternehmen in Stellung: AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH (Schöppingen), BEUTING Metalltechnik GmbH & Co. KG (Vreden), Flowserve Ahaus GmbH, HAANE welding systems GmbH&Co. KG (Borken-Weseke), Tobit Software AG (Ahaus) und Wilhelm Severt Maschinenbau GmbH (Vreden).

Beim Studientag an der Westfälischen Hochschule (WH) sollten die Jugendlichen „einen möglichst realistischen Einblick in die Inhalte der am Studienort Ahaus angebotenen Studiengänge erhalten. Ich denke, dass uns dies durch eine ausgewogene Mischung aus Probevorlesungen, Versuchen und Studienberatung gelungen ist“, wie es Prof. Dr. Christian Heßing vom Fachbereich Maschinenbau der WH auf den Punkt brachte. Im Fokus der betriebspraktischen Tage standen die Produkte und Fertigungsprozesse sowie das Kennenlernen typischer Ingenieurberufe. Die Schüler begleiteten Ingenieure und Mitarbeiter mit technischen Berufsschwerpunkten, außerdem knüpften sie Kontakt zu Auszubildenden und halfen in der Produktion.

Jost Remus, Schüler der 11. Klasse am Alexander-Hegius-Gymnasium, zieht ein positives Fazit der vergangenen Woche: „Das duale Orientierungspraktikum hat mir einen sehr guten Einblick in das Leben eines Studenten gegeben. Des Weiteren waren die vier Tage im Betrieb sehr interessant und haben meine Erwartungen voll erfüllt. Nach dieser gelungenen Premiere soll in den nächsten Jahren die Anzahl der teilnehmenden Firmen, Schüler und Schulen stetig steigen. „Die Unternehmerverbände wollen nicht nur in grauer Theorie über Maßnahmen gegen drohenden Fachkräftemangel sprechen; wir wollen den hiesigen Betrieben auch ganz praktisch Unterstützung geben und den Kontakt zu technisch interessierten jungen Menschen herstellen“, sagte Dr. Elisabeth Poletti vom Verband Münsterländischer Metallindustrieller. Dass das Projekt nachhaltig wirkt – dessen ist sich Martin Lutz vom zdi-Zentrum Kreis Borken sicher: „Das Angebot des dualen Orientierungspraktikums ist einzigartig. Einblicke in eine akademische und betriebliche Ausbildung innerhalb eines Praktikums zu erhalten, ist eine Erfahrung, die für Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Berufsfindung sehr wertvoll ist.“

Weitere Infos unter: www.duales-orientierungspraktikum.de

 

Über die Partner des Projekts „Duales Orientierungspraktikum“:

Am Studienort Ahaus der Westfälischen Hochschule werden vom Fachbereich Wirtschaft und Informationstechnik und vom Fachbereich Maschinenbau des Standortes Bocholt die dualen Studiengänge Informatik.Softwaresysteme, Angewandte Elektrotechnik und Mechatronik angeboten. Weitere Informationen finden Sie unter: www.w-hs.de und www.mein-duales-studium.de

Zdi – Zukunft durch Innovation – ist eine Initiative des Landes NRW, deren Ziel es ist, die so genannten „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) stärker in den Mittelpunkt junger Menschen zu stellen. Das zdi-Zentrum Kreis Borken ist als regionales Netzwerk eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und des Bildungsbüros Borken, um nachhaltige Strukturen für die Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses vor Ort zu schaffen.

Der Verband Münsterländischer Metallindustrieller e.V. (VMM) vertritt die regionalen Arbeitgeberinteressen der M+E-Industrie im Münsterland in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster. Innerhalb der MINT-Aktivtäten des VMM stellt die Schnittstellenfunktion zwischen Unternehmen und Hochschulen eine zentrale Aufgabe dar. Dem VMM gehören sowohl M+E-Unternehmen mit Tarifbindung als auch ohne Tarifbindung an.

Der Unternehmerverband vertritt bundesweit rund 700 Firmen, im Kreis Borken sind es rund 50 mit Schwerpunkt in Bocholt. Als Arbeitgeberverband berät er seine Mitgliedsunternehmen arbeitsrechtlich und tarifpolitisch; außerdem vertritt er die wirtschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder. Weitere Infos unter www.unternehmerverband.org

Feierliche Urkundenübergabe für die Schüler aus dem nördlichen Kreis Borken. Sie hatten am erstmals angebotenen „Dualen Orientierungspraktikum“ teilgenommen. (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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