„Gefährliche Folklore“

Allein für die „gute Stimmung“ am 1. Mai darf es keine Streiks geben – „Massive Warnstreiks“ durch die IG Metall angekündigt

Der heimische Metallverband Ruhr-Niederrhein unterstützt das 2,3-Prozent-Angebot der Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW und warnt die IG Metall vor den Auswirkungen von Streiks. Das machte der Hauptgeschäftsführer des Metallverbandes, Wolfgang Schmitz, heute (25. April 2013) in Duisburg deutlich. METALL NRW hatte der IG Metall in der zweiten Verhandlungsrunde, die Anfang der Woche in Neuss stattfand, ein erstes Angebot vorgelegt. Danach sollen die Einkommen ab dem 1. Juli 2013 um 2,3 Prozent erhöht werden. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 13 Monaten bis zum 31. Mai 2014 haben.

Wolfgang Schmitz bezeichnete das Angebot als „attraktiv, verlässlich und fair“. Es sei ein Lösungsvorschlag, der den Beschäftigten an Rhein und Ruhr eine spürbare Erhöhung der Realeinkommen biete und dennoch helfen könne, die Arbeitsplätze der Industrie zu sichern. „Mit unserem Angebot bereits in der zweiten Runde zeigen wir, dass wir einen schnellen Abschluss wollen“, erläuterte Schmitz. Der Lösungswille sei auf Arbeitgeber-Seite zweifellos da.

„Für reflexartige Warnstreiks zum 1. Mai habe ich hingegen null Verständnis. Streikaktionen sind weder der wirtschaftlichen Lage noch dem Verhandlungsstand angemessen“, warnte Schmitz die IG Metall. Es könne nicht sein, dass allein zur Förderung der „guten Stimmung“ auf den gewerkschaftlichen Mai-Kundgebungen die Betriebe durch Arbeitsniederlegungen geschwächt würden. Dies sei für die Unternehmen eine „gefährliche Art der Folklore“. Die Gewerkschaft hat aktuell ihre Mitglieder zu massiven Warnstreikaktionen nach Ablauf der Friedenspflicht am 30. April aufgerufen. Schmitz verwies nicht zuletzt auf die klaren Aussagen der Arbeitgeber-Seite, dass das Angebot mit Blick auf seine Struktur „nicht zementiert“ sei. Die nach wie vor unsichere wirtschaftliche Entwicklung, mache einen zügigen und angemessenen Kompromiss notwendig. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 13. Mai 2013 statt.

Der Metallverband Ruhr-Niederrhein vertritt rund 100 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, am Niederrhein und im westlichen Münsterland. Der Vorsitzende des Verbandes, Wim Abbing, ist auch Mitglied der Verhandlungskommission der NRW-Metallarbeitgeber.

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Metallverbandes Ruhr-Niederrhein (Foto: Unternehmerverband)

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