Deutsch-Senegalesischer Wirtschaftsgipfel erstmals in Duisburg

Unternehmerverband: Gute Voraussetzungen für wirtschaftliche Zusammenarbeit. SenGermany: Fluchtursachen bekämpft man am besten durch Investitionen

Der Deutsch-Senegalesische Wirtschaftsgipfel fand jetzt erstmals in Duisburg statt. Zur Veranstaltung kamen rund 60 Teilnehmer – die meisten von ihnen Unternehmer aus dem Senegal – ins HAUS DER UNTERNEHMER. Eingeladen hatte SenGermany e. V. Der Verein will einen Beitrag zur Entwicklung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Senegal leisten. „Der Senegal gehört sicher zu den attraktivsten afrikanischen Zielen für ausländische Investitionen“, so Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, bei seiner Begrüßung. „Die im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern stabile Entwicklung und die gute strategische Lage des Landes rechtfertigen das Interesse der deutschen Wirtschaft am Senegal“, so Schmitz weiter. Der Senegal ist eine stabile Demokratie, in der seit dem Jahr 1848 gewählt wird.

Die Organisatoren von SenGermany betonen, dass Investitionen in Afrika gerade vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise von großer aktueller Bedeutung seien. „Fluchtursache bekämpft man am besten, wenn sich die Wirtschaft entwickelt“, so der Tenor der meisten Redner auf dem Wirtschaftsgipfel, den SenGermany in dieser Form zum dritten Mal veranstaltete.

Der Besuch von gleich zwei Staatssekretären auf dem Wirtschaftsforum unterstrich die große Bedeutung des Senegals für die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent. Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, betonte die Chancen, forderte die afrikanischen Länder insgesamt aber auch dazu auf, bessere Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen. Der Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung sei der Aufbau von Wertschöpfungsketten in den Ländern Afrikas selbst. Auch Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte die Potentiale der wirtschaftlichen Zusammenarbeit – gerade auch für Unternehmen aus NRW. Wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten ergäben sich gerade in Bereichen, in denen NRW-Unternehmen stark seien, zum Beispiel bei Energie, Bergbau und Logistik.

„Aus Kontakten Kontrakte machen!“ lautete dann auch das Motto der Veranstaltung, zu der der Vortrag von Markus Rustler, Geschäftsführender Gesellschafter Threegarten-Pactec GmbH & Co. KG, Dresden, passte. Er berichtete anschaulich aus der Praxis der wirtschaftlichen Zusammenarbeit am Beispiel seines Unternehmens. Anschließend waren die Teilnehmer zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Das Podium war mit Richard Clemens, VDMA-Geschäftsführer für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Peter Magauer, Sprecher der Geschäftsführung, ANDRITZ HYDRO GmbH und Oumar Thiam, Finanzdirektor der senegalesischen Nationalagentur für die ländliche Elektrifizierung, hochkarätig besetzt.

Die wichtige Arbeit des Vereins SenGermany will der Unternehmerverband auch weiterhin unterstützen. Deshalb lud Schmitz alle Teilnehmer des Wirtschaftsgipfels zum Unternehmertag am 11. November ins HAUS DER UNTERNEHMER ein, zu dem der Unternehmerverband als Gastredner den Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier, erwartet. Zum Unternehmertag am kommenden Freitag werden über 200 Unternehmer aus der gesamten Region erwartet.

Gruppenbild mit Organisatoren und Gästen: Ganz außen die beiden Staatssekretäre (Marc Jan Eumann links, Thomas Silberhorn rechts) (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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Mitarbeiterin Kommunikation und Marketing

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