Den Wert der Ausbildung wieder stärker erkennen

Debatte um Akademisierung: Der Unternehmerverband will, dass junge Leute auch die Chancen einer Lehre erkennen

Angesichts der jüngsten Warnungen von Arbeitsmarktforschern vor einer zu starken „Akademisierung“ ruft auch der Unternehmerverband dazu auf, den Wert der dualen Ausbildung wieder stärker zu erkennen. „Die duale Ausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell, das weltweit nicht umsonst kopiert wird“, unterstreicht der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Martin Jonetzko. Er fügt hinzu: „Eine Ausbildung ist nach dem Studium keineswegs nur zweite Wahl.“ Neben Arbeitsmarktforschern hatte auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beklagt, dass Hörsäle aus allen Nähten platzten und umgekehrt Ausbildungsplätze unbesetzt blieben.

„Die gut ausgebildeten Facharbeiter sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie haben in der Regel sichere Arbeitsplätze und gute Zukunftsperspektiven“, unterstreicht Jonetzko und führt beispielhaft die Ausbildungsberufe in der Metall- und Elektroindustrie an. Hier seien aktuell deutschlandweit fast 5.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. „Und das obwohl ein Industriemechaniker zum Beispiel schon im ersten Lehrjahr respektable 840 Euro verdient. Im fünften Berufsjahr verdient ein Industriemechaniker schon durchschnittlich über 3.000 Euro brutto. Das kann sich auch im Vergleich mit akademischen Berufen sehen lassen“, erläutert Jonetzko.

Den Facharbeitern komme gerade in der Industrie eine Schlüsselrolle zu. „Ohne Facharbeiter funktioniert gar nichts. Deswegen sucht die Wirtschaft sie genauso wie Ingenieure“, so Jonetzko. Dies sei auch das eindeutige Ergebnis jüngster Umfragen des Unternehmerverbandes. Natürlich sei es eine positive Entwicklung, gerade für die hiesige Region, dass die Hochschullandschaft sich so dynamisch entwickelt habe. „Als Unternehmerverband fördern wir die Hochschulen in vielfältiger Weise. Aber die gleiche Bedeutung kommt eben auch der dualen Ausbildung zu“, erklärt der Vertreter des Unternehmerverbandes. Insgesamt müsse ein ausgewogenes Verhältnis von Ausbildung und Studium erreicht werden. Der Bedarf in den Betrieben und die persönlichen Neigungen müssten dabei im Blick behalten werden.

 

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Martin Jonetzko, stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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