Betriebspraktiker trafen sich bei Siemens in Bocholt-Mussum

Unternehmen lernen voneinander: Unternehmerverband vermittelt Know-how rund um die Produktion

Traditionell sind viele produzierende Unternehmen Mitglied des Unternehmerverbandes. Für sie alle gilt Fertigung und Betrieb sowie ihre Arbeits- und Zeitwirtschaft so zu organisieren, dass die Produkte zu einem wettbewerbsfähigen Preis hergestellt werden können. 25 Betriebspraktiker waren nun zum Arbeitskreis Arbeitswirtschaft des Unternehmerverbandes gekommen, um sich am Tagungsort bei der Siemens AG – im neuen Kupplungswerk im Industrie-Park, Bocholt-Mussum – mit dem Thema „Shopfloor-Management“ (SFM) auseinanderzusetzen. Das Shopfloor-Management ist ein Konzept zur wirksamen Führungsarbeit vor Ort und unterstützt das konsequente Entwickeln der Prozesse und Abläufe am Ort des Geschehens.

Eine Grundvoraussetzung für die Sicherung und den Ausbau von Produktionsarbeitsplätzen in Deutschland ist die permanente Erhöhung des Wertschöpfungsanteils in den Produktions- und Arbeitssystemen des gesamten Unternehmens. „Das Erkennen, Vermeiden und Reduzieren von Verschwendung in allen Unternehmensbereichen ist eine gemeinsame Aufgabe von Führungskräften und Mitarbeitern“, analysiert Jürgen Paschold vom Unternehmerverband, der diesen Arbeitskreis 2005 initiiert hat, um Betriebspraktiker für Ingenieure ein geeignetes Forum für den Erfahrungsaustausch zu bieten.

Ein gutes Shopfloor-Management gilt als eine der Grundvoraussetzung, um moderne Managementansätze zur Prozessverbesserung – wie den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) – erfolgreich im Unternehmen umzusetzen. Bei Einführung und Anwendung des Shopfloor-Managements sind viele Aspekte zu beachten.

Nach einem Impulsreferat zum Thema SFM durch die Experten Ralph Conrad und Dr. Frank Lennings vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) hatten die Teilnehmer Gelegenheit, im Fertigungsbereich eine moderierte Shopfloor-Runde zu erleben. Bei der Siemens AG ist die Auseinandersetzung mit Kennzahlen des Shopfloors bereits eine Selbstverständlichkeit. Fertigungsproduktivität, Fehler und Ausschussgründe, Terminübersichten und Ausfallarten der einzelnen Maschinen, Anlagen und Fertigungsbereiche werden dabei vorgestellt, erläutert und erforderliche Maßnahmen abgestimmt.

In der moderierten Shopfloor-Runde wurde schnell klar, dass es Aufgabe aller Fertigungsbereiche ist, schnittstellenübergreifend die Prozessverbesserungen voranzutreiben. Erfolgreiche nachhaltige Verbesserungen erfordern eine Führungskultur, bei der die Führungskraft die Rolle des Mentors oder Coachs einnimmt und die Fertigungsteams in ihrer täglichen Arbeit unterstützt, Handlungsnotwendigkeiten zu erkennen und Prioritäten zu setzen. Im Sinne von Go & See – ein wesentlicher Punkt des Shopfloor-Managements – verschafft sich die Führungskraft ein Bild der aktuellen Situation direkt am Ort des Geschehens, so Michael Garcia, Production Manager Siemens AG in Bocholt-Mussum. Garcia verstand es in seinem Vortrag mit viel „Herzblut“ und großem Engagement sich diesem manchmal auch sensiblen Thema anzunehmen.

Alle Informationen zum Arbeitskreis unter www.unternehmerverband.org/leistungen/arbeitskreise/arbeitskreis-arbeitswirtschaft; Ansprechpartner für das Thema Arbeitswirtschaft ist der Verbandsingenieur Jürgen Paschold, Telefon: 02871 23698-11, E-Mail: paschold(at)unternehmerverband(dot)org.

25 Betriebspraktiker informierten sich beim Arbeitskreis Arbeitswirtschaft des Unternehmerverbandes, der dieses Mal im neuen Kupplungswerk der Siemens AG im Industrie-Park tagte, über das Shopfloor-Management. (Foto: Unternehmerverband)

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