2012 zum Leitbild-Jahr machen

Rund 90 Unternehmer kamen zum Katerfrühstück des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft am Aschermittwoch

Mit Rollmops und Heringssalat stärkte sich die Mülheimer Unternehmerschaft zum Ende der Karnevalszeit. Bereits zum zweiten Mal lud der Unternehmerverband zum Katerfrühstück in das Haus der Wirtschaft und rund 90 Unternehmer waren der Einladung gefolgt. Zu Beginn der Veranstaltung würdigte die Unternehmerschaft ihren kürzlich verstorbenen Weggefährten Theodor Wüllenkemper. „Er war eine große Unternehmerpersönlichkeit und auch ich habe viel vom ihm gelernt“, bekannte der Vorsitzende des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft, Hanns-Peter Windfeder, in seiner Eingangsrede und erhielt dafür viel Applaus der Unternehmer-Kollegen.

In seiner Rede richtete Windfeder den Blick auf die Entwicklung der Stadt Mülheim. „Es ist jetzt Halbzeit in Mülheim. Viele Projekte sind auf dem Weg. Wir haben allen Grund optimistisch zu sein, aber wir müssen jetzt die Kräfte für die zweite Halbzeit bündeln“, so Windfeder. Als Projekte, die gemeinsam vollendet werden müssten, nannte Windfeder unter anderem die Belebung der Innenstadt, den weiteren Aufbau der Hochschule Ruhr West und die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Mülheim. Windfeder betonte die Bedeutung jedes einzelnen Projektes, forderte aber auch „klare Prioritäten“ und einen „roten Faden“ für Mülheim.

Mit der Entwicklung eines neuen städtischen Leitbildes will die Mülheimer Wirtschaft diesen roten Faden gewinnen. In Anwesenheit der Mülheimer Oberbürgermeisterin, Dagmar Mühlenfeld, forderte Windfeder die Politik auf, das Jahr 2012 zum Leitbild-Jahr zu machen. Mit einer großen Veranstaltung zum Thema hatte der Unternehmerverband Ende des vergangenen Jahres bereits einen Impuls zur Entwicklung eines Leitbildes für die Stadt gegeben. Jetzt müssten aber seitens der Politik die notwendigen Maßnahmen ergriffen und Ressourcen bereitgestellt werden.

Einem ganz anderen Thema wandte sich in seinem Gastvortrag dann der Mülheimer Wissenschaftsredakteur und Biologe Christoph Larssen zu: Aus seiner Sicht verkaufen sich die Naturwissenschaften weit unter Wert und hätten bei Jugendlichen immer noch ein zu geringes Ansehen. Um mit Vorurteilen über Wissenschaft und Wissenschaftler aufzuräumen, ist Larssen nach eigenen Angaben noch am Beginn seiner „Mission“ – und die kann mitunter auch heiter sein. So stellte Larssen anhand einiger Beispiele klar, wie fahrlässig teilweise mit Wissenschaft umgegangen werde. Larssens Kernaussage: Gerade Naturwissenschaften bräuchten Selbstständigkeit und Experimentierfreude, um erlebbar und spannend für Kinder zu sein. In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ leistet Christoph Larssen einen Beitrag, um Naturwissenschaften bei jungen Menschen beliebter zu machen. Auch der Unternehmerverband fördert insbesondere die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) mit konkreten Projekten an Schulen, etwa im Rahmen der „Vertieften Berufsorientierung“. Auch wird mit einem InfoMobil für die MINT-Berufe der Metall- und Elektroindustrie geworben. Mit dem Schülerwettbewerb „Science on Stage“ fördert der Unternehmerverband zudem die Innovationsbereitschaft bei den naturwissenschaftlich-technischen Fächern.

Hanns-Peter Windfeder will, dass sich Mülheim ein neues Leitbild gibt (Foto: Unternehmerverband)

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