Mobil arbeiten – aber wie?

IT-Experten diskutierten beim Unternehmerverband über technische und organisatorische Lösungen

Die 20 IT-Experten, die sich Anfang Februar im HAUS DER UNTERNEHMER trafen, kennen alle technischen Lösungen rund um mobiles Arbeiten: Das Smartphone in der Westentasche, der Laptop mit Zugriff auf den Büro-Rechner, die Software, mit der alle unterwegs erledigten Aufgaben und Aufträge erfasst werden, und nicht zuletzt der Datenschutz, damit betriebliche Dinge auch vertraulich bleiben. „Aber wie steht es um eine passende Betriebsvereinbarung?“, fragte Verbandsingenieur Tobias Fastenrath die Fachleute. Oder: Welche Kultur muss im Unternehmen herrschen, damit mobile Arbeit zeitlich nicht zulasten – und auch nicht zugunsten – des Arbeitnehmers geht? Was müssen Führungskräfte leisten, damit sich alle fair behandelt fühlen?

Um diese Themen drehte sich der jüngste Arbeitskreis IT, zu dem der Unternehmerverband regelmäßig seine Mitglieder einlädt. Expertise auf dem Gebiet mobile Arbeit hat das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft, kurz ifaa; dessen Arbeitszeitexperte Veit Hartmann referierte. „Mobile Arbeit ist mehr als Telearbeit und Homeoffice. Beschäftigte arbeiten auch mobil, wenn sie etwa beim Kunden im Einsatz sind oder sich auf Dienstreisen im Hotel oder in der Bahn befinden.“ Da die Bedingungen dieser Einsätze unternehmensindividuell analysiert und ausgestaltet werden müssen – es also kein 08/15-Handlungskonzept gibt –, empfahl Hartmann eine ifaa-Checkliste. Diese enthält neben Beispielen aus der Praxis Hinweise zu Organisation und betrieblichen Abläufe, Datenschutz sowie Arbeitszeit, -platz, -ort,
-ergonomie und -schutz.

Zu diesen Themen berät Verbandsingenieur Fastenrath die Mitglieder des Unternehmerverbandes auch individuell: „Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten sich gemeinsam und genau mit den Anforderungen an Führungskräfte und Beschäftigte auseinandersetzen. Nur so sind am Ende alle mit den Ergebnissen bzw. den Bedingungen zufrieden.“

Tobias Fastenrath folgt in der Leitung des Arbeitskreises auf Jürgen Paschold, der seit zwölf Jahren der Verbandsingenieur des Unternehmerverbandes ist und bald in den Ruhestand tritt. Deshalb nahmen beide den jüngsten Arbeitskreis auch zum Anlass, künftige Themen zu priorisieren. Im Fokus werden IT- / Cybersicherheit und Risikoanalyse, KI, New Work, die neue Rolle der IT und die gesetzliche Entwicklung stehen. „Und wir wollen uns besser untereinander vernetzen, um uns auch außerhalb der Treffen austauschen zu können. Da führt natürlich an einer digitalen Lösung nichts vorbei“, schaut Fastenrath voraus. Kontakt zum Verbandsingenieur Tobias Fastenrath, Tel: 0203 99367-233, fastenrath@unternehmerverband.org.

Organisierten und gestalteten den jüngsten Arbeitskreis IT des Unternehmerverbandes (von links): Verbandsingenieur Tobias Fastenrath, Referent Veit Hartmann, Ingo Berg, Vorsitzender des Arbeitskreises, und der scheidende Verbandsingenieur Jürgen Paschold. (Foto: Unternehmerverband)

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