Neugierige Schüler im InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie

Erlebnisreiche „Berufsfelderkundung“ in Mülheim bei der Siemens AG / Schüler für technische Berufe begeistern

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es für Zerspanungsmechaniker? Was verdient ein Mechatroniker in der Ausbildung? Wie kann man sich in der Firma hocharbeiten? Ihre Fragen rund um den Einstieg in das Berufsleben konnten die Achtklässler der Städtischen Realschule an der Mellinghofer Straße jetzt auf Augenhöhe stellen: Sie kamen bei ihrer Berufsfelderkundung mit Auszubildenden der Siemens AG Mülheim ins Gespräch. Organisiert hatte das Treffen der Unternehmerverband, der Schüler für eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie begeistern möchte. Dazu dienten der InfoTruck, den die Schüler auf dem Firmengelände der Siemens AG in Gruppen erkundeten, sowie ein zweistündiger Aufenthalt in der Lehrwerkstatt von Siemens.

Im InfoTruck kommen auf einer Präsentationsfläche von über 100 Quadratmetern modernste Medien und zum Beispiel eine 3D-Animation zum Einsatz. Am allerwichtigsten ist den Organisatoren aber, dass die Berufe durch „Anfassen und Selbermachen“ konkret erlebbar werden. Die einzelnen Lern- und Erlebnisstationen sind zu diesem Zweck wie typische Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie konzipiert. „Wir bieten hier den Schülern nicht nur Theorie, sondern vor allem Praxis“, erklärt Elisabeth Schulte, die beim Unternehmerverband unter anderem für den Bereich Schule/Wirtschaft verantwortlich zeichnet. „In der Branche gibt es Nachwuchssorgen, weil die Chancen zu wenig bekannt sind, aber auch, weil noch Vorurteile herrschen, in der Industrie käme es hauptsächlich auf Muskelkraft an.“

In ganz NRW absolvieren Schüler neuerdings in der achten Klasse so genannte „Berufsfelderkundungen“, um sich frühzeitig mit dem Übergang in den Beruf bzw. in die Ausbildung zu beschäftigen. „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ heißt das landesweite und neue Übergangssystem Schule-Beruf, auf das der Unternehmerverband sein Angebot exakt zugeschnitten hat. Deswegen findet man im InfoTruck auch Antworten auf die Frage, wie und wo man freie Lehrstellen findet. „Die Betriebe der Region geben an, dass sie rund 20 Prozent der freien Ausbildungsplätze nicht besetzen können“, so Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Es lohne sich deswegen für junge Leute, den Blick über den Teller- und Stadtrand auf die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten zu richten. Gerade Mädchen, die in technischen Berufen immer noch viel zu selten anzutreffen seien, sollten ihre Chancen konsequenter nutzen.

Weitere Infos unter www.meberufe.info. Ansprechpartnerin ist Elisabeth Schulte, Telefon: 0203 99367-125, E-Mail: schulte(at)unternehmerverband(dot)org

Praxiseinblicke im Info-Truck: Engin Öztürk vom Info-Truck-Team im Gespräch mit den Achtklässlern der Städtischen Realschule an der Mellinghofer Straße (Foto: Unternehmerverband)

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