Null-Wachstum: Unternehmerverband fordert mehr Investitionen in die Hochschulen

Heinz Lison zur aktueller Studie: Investitionen in die Hochschulen sind das beste Konjunktur-Programm

„Die Qualität von Forschung und Lehre an unseren Hochschulen ist entscheidend für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Ruhrgebiet“, stellt Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, mit Blick auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie fest. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat mit der Stiftung Mercator die stärksten Wissenschaftsregionen Deutschlands verglichen. Ergebnis: Das Revier mit seinen mittlerweile 200.000 Studenten holt auf, ist aber finanziell immer noch deutlich schlechter ausgestattet als andere Hochschulregionen.

In Zeiten von Rekordeinnahmen der öffentlichen Hand müsse angesichts dieser Diagnose ein Investitionsprogramm für die Hochschulen im Revier auf den Weg gebracht werden, fordert Lison. Statt immer neuer „vermeidlich sozialer“ Wohltaten müssten nun klare Prioritäten für die Zukunft gesetzt werden. Lison erinnert an das Null-Wachstum in NRW, das bezogen auf die Region bedeute, dass das Ruhrgebiet sich in einer Rezession befinde. Die Politik müsse nun gegensteuern.

Die Entwicklung der Hochschulen sei die entscheidende Stellschraube für mehr Wachstum und Beschäftigung. „Investitionen in Forschung und Lehre sind das beste Konjunkturprogramm für das Revier“, so Lison. Dabei dürfe allerdings nicht nach dem Gießkannenprinzip gefördert werden. „Der Hochschulstandort Ruhrgebiet braucht mehr Exzellenz. Vor allem wissenschaftliche Extraklasse ist Motor für Innovationen und damit Motor für neue Jobs“, erklärt Lison.

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass das Profil der Hochschullandschaft in der Region an Konturen gewinne. Lison verweist auf Spezialisierungen, wie die Forschungen rund um den 3D-Druck an der Universität Duisburg-Essen sowie rund um das Thema IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität in Bochum. Innovationen dieser und anderer Forschungsbereiche müssten zügiger als bisher den Weg in die Unternehmen finden.

„Die schnelle Vermehrung des Wissens weltweit erfordert von jedem Unternehmen entsprechende Antworten. Ausruhen auf bisher erfolgreichen Produkten funktioniert nicht mehr. Innovative Lösungen sind im Zeitalter der Digitalisierung gefragt und müssen zügig realisiert werden“, erläutert Lison. Das Potenzial von 200.000 Studenten im Ruhrgebiet sei eine riesengroße Chance für unternehmerische Innovation. Gleichzeitig könne das Ruhrgebiet weiteren jungen Leuten gute Perspektiven bieten, zum Beispiel durch bezahlbaren Wohnraum.

Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft (Foto: Unternehmerverband)

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