Schulen und Unternehmen öffnen sich füreinander

Jubiläumsfeier 50 Jahre Arbeitskreise Schule/Wirtschaft des Unternehmerverbandes

50 Jahre lang schon existieren die Arbeitskreise Schule/Wirtschaft des Unternehmerverbandes. Einen Rückblick auf die intensive Arbeit und einen Ausblick, wie dieser Erfahrungsschatz künftig etwa in das neue Übergangssystem Schule-Beruf NRW „KAoA – Kein Kein Abschluss ohne Anschluss“ einfließen kann, stand am Dienstag im Mittelpunkt einer großen Jubiläumsfeier. Rund 150 Mitglieder und Kooperationspartner der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft aus der gesamten Region waren der Einladung des Unternehmerverbandes gefolgt.

Elisabeth Schulte, die Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes Soziale Dienste und Bildung, organisiert seit vielen Jahren die Arbeitskreise Schule/Wirtschaft und kennt die Herausforderungen und Wünsche beider Seiten: „Best-practise-Beispiele sollen Ihnen und der Öffentlichkeit heute zeigen, was in den hiesigen Schulen oft im Verborgenen positiv läuft. Denn was wir mit unseren Arbeitskreisen Schule/Wirtschaft bewegen, kann beim Übergang Schule und Beruf wirklich Vorbild sein für andere Lehrer und Schulen.“

Den Anfang machte Reinhard Schwarzkamp von der Ernst-Barlach-Gesamtschule aus Dinslaken. Er erläuterte, mit welchen Firmen seine Schule kooperiert und wie die Schüler konkret davon profitieren. „Im Rahmen unserer Zusammenarbeit beispielsweise mit dem St. Franziskus-Altenpflegeheim übernehmen die Schüler Patenschaften für Heimbewohner, besuchen sie regelmäßig, gehen spazieren oder lesen vor.“ So lernten die Schüler Verantwortung zu übernehmen, bekämen Einblick in die verschiedenen Berufe im Pflegebereich, stellten Kontakte zu Firmen her und erhielten Anerkennung.“

Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit präsentierte Elisabeth Evers, MINT-Koordinatorin am Euregio-Gymnasium in Bocholt. Ihre Schule beteiligt sich seit einigen Jahren am Dualen Orientierungspraktikum. Dabei erleben die Schüler eine studienpraktische Schülerwoche an einer Hochschule oder Universität und eine berufspraktische Woche in einem Unternehmen. „Die Schüler opfern zwar Freizeit, bekommen aber eine ganze Menge raus; sie erleben echte Wertschätzung und sind deshalb hochmotiviert“, zog die Pädagogin ihr Fazit.

Ein Beispiel, wie die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft auch funktionieren kann, ist das Projekt „JUNIOR – Schüler gründen ein eigenes Unternehmen.“ Dabei müssen die Schüler fast unter Realbedingungen eine eigene Firma mit vielversprechender Geschäftsidee auf die Beine stellen, die im Idealfall am Ende noch Profit abwirft. In Zusammenarbeit mit den PROBAT-Werken in Emmerich war dies den Schülern des Städtischen Willibrord-Gymnasiums gelungen. Die Schüler produzierten ihre eigenen drei Kaffeesorten und verkauften diese auf Weihnachtsmärkten. Am Ende hätten die Schüler sogar Gewinn gemacht und spendeten ihre Einnahmen für wohltätige Zwecke.

Dr. Katja Brandau und Renata Franz von der Willy-Brandt-Schule in Mülheim erläuterten, wie ihre Schule das MINT-Siegel erwarb und Jutta Kleinmanns von der Oberhausener Lenord, Bauer & Co. GmbH brachte den Teilnehmern den Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T!“ näher. Armin Skladny koordiniert im Auftrag von Gesamtmetall seit vielen Jahren die Einsätze des InfoMobil, dem Informationsbus über die Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie. Er erläuterte die Entwicklung dieses Busses zum InfoTruck, der auf 80 Quadratmeter Präsentationsfläche hochmoderne Technik bereithält.

Dass der Unternehmerverband seit 50 Jahren mit diesen vielfältigen Aktionen die beiden Welten Schule und Wirtschaft zusammenbringt, ist insbesondere im Hinblick auf das neue Übergangssystem KAoA ein wertvoller Erfahrungsschatz. „Betriebserkundungen, wie wir sie im Rahmen unserer Arbeitskreise anbieten, sind erprobt und sinnvoll. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen“, so Elisabeth Schulte. Wie KAoA in der Praxis aussehen kann, stellte Ferdinand Walbaum, Leiter Aus- und Weiterbildung bei Siemens Mülheim, vor. Er berichtete von seinen Berufsfelderkundungen, bei denen Achtklässler durch die Lehrwerkstatt geführt werden, Berufsbilder kennen lernen, ein Planspiel machen und ihre Eindrücke in Feedbackgesprächen schildern.

Das Fazit aller Teilnehmenden lautete am Ende: „Die Öffnung der Schulen für Unternehmen und umgekehrt die der Unternehmen für Schulen ist unverzichtbar für die Berufsorientierung der Schüler.“ Weitere Infos bei Elisabeth Schulte, Telefon: 0203 99637-125, E-Mail: schulte@unternehmerverband.org, und unter www.unternehmerverband.org (Service>Schule/Wirtschaft).

Anlässlich der 50-Jahr-Feier ließ Elisabeth Schulte, Unternehmerverbandsgruppe, von den Schulen und Unternehmen einen Blumenstrauß dessen entfalten, was mithilfe der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft entstand und in Zukunft entstehen kann. (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 0203 99367-225

E-Mail:kleff(at)unternehmerverband(dot)org

Jennifer Middelkamp

Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

Telefon: 0203 99367-223

E-Mail:middelkamp(at)unternehmerverband(dot)org

Geraldine Klan

Referentin

Telefon: 0203 99367-224

E-Mail:klan(at)unternehmerverband(dot)org

Sonja Kochem

Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation

Telefon: 0203 99367-205

E-Mail:kochem(at)unternehmerverband(dot)org