Unternehmerverband: GDL ruiniert Tarifpartnerschaft

Einen großen wirtschaftlichen Schaden gerade für unsere Logistik- und Industrie-Region sieht die hiesige Unternehmerschaft

„Auch wir appellieren an die Gewerkschaft der Lokomotivführer, den für sieben Tage angekündigten Streik doch noch zu verhindern“, erklärt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des hiesigen Unternehmerverbandes, Martin Jonetzko. Der gesamten deutschen Wirtschaft drohten Schäden von täglich 100 Millionen Euro. „Gerade unsere Logistik- und Industrie-Region ist vom Ausstand betroffen. Es wird zu Lieferengpässen in der Industrie kommen“, ist sich Jonetzko sicher. Das Vorgehen der GDL sei verantwortungslos und vollkommen unverhältnismäßig.

Ein siebentägiger Stillstand des Bahnverkehrs gehe zulasten der gesamten Volkswirtschaft und aller Bahnreisenden. „Hunderttausende Pendler auch in Duisburg, Oberhausen, Mülheim, in den Kreisen Wesel, Borken und Kleve sind direkt und indirekt betroffen, sei es durch Zugausfall oder Stau. In unserem Ballungsraum mit intensivem Berufsverkehr sind die Folgen dieses Streiks besonders deutlich spürbar“, erklärt Jonetzko.

Der Streik der GDL richte sich eigentlich gegen die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, trifft aber die Deutsche Bahn mit all ihren Kunden. „Die GDL nimmt die Kunden der Deutschen Bahn in Geiselhaft, um in einem rein innergewerkschaftlichen Machtkampf die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft zu schwächen“, so Jonetzko.

Der Streik treffe die ganze Breite der deutschen Industrie, vor allem aber die Automobil- und Stahlindustrie sowie die Chemie- und Rohstoffindustrie, die ohne pünktliche Zulieferungen innerhalb kürzester Zeit Produktionsausfälle erleiden würden. Wiederum seien die Folgen für die Region wegen der starken heimischen industriellen Basis besonders schlimm.

„Wer für egoistische Einzelinteressen zentrale Teile der deutschen Infrastruktur lahmlegt, untergräbt die Akzeptanz der Tarifautonomie und ruiniert die Tarifpartnerschaft. Die GDL, aber auch andere Gewerkschaften müssen aufpassen, dass sie den Bogen nicht überspannen“, kritisiert Jonetzko. Es sei zudem völlig unverständlich, dass die GDL das Angebot der Deutschen Bahn für eine Schlichtung bislang nicht annehme.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken). 

Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer (Foto: Unternehmerverband)

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