Das Duale Studium – eine Chance für Unternehmen

Ein duales Studium stellt hohe Anforderungen an Studierende und Unternehmen. Das wurde bei der Informationsveranstaltung in der Hochschule Rhein-Waal am Dienstag deutlich. Unternehmerschaft Niederrhein und die Unternehmerverbandsgruppe hatten ihre Mitgliedsunternehmen aus der Region zu einem Nachmittag auf den neuen Campus nach Kleve eingeladen.

Von ihren Erfahrungen als erste Studierende im Fachbereich Technologie und Bionik berichtete Jana Bauhaus. Sie studiert seit 2011 und macht parallel eine Ausbildung zur Industriemechanikerin bei der Kersten Maschinenbau GmbH in Rees. Den Abschluss zum Bachelor of Mechanical Enginieering will sie im Sommer 2013 machen.  An drei Tagen in der Woche ist sie eine von 16 Auszubildenden im Unternehmen, an zwei Tagen in der Woche ist sie Studentin von Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters, Professor für Maschinenbau an der Hochschule Rhein-Waal. Dazu kommen komprimierte Kurse in Kooperation mit der Kisters-Stiftung, in denen die Berufsschulinhalte vermittelt werden. „Das Interessanteste an der Ausbildung ist die Vielseitigkeit. Man bekommt die Theorie an der Hochschule angeboten und im Betrieb ist man immer live dabei. Dass an der Hochschule alles in Englisch läuft, war gerade am Anfang nicht leicht. Aber man bekommt viel Unterstützung  und der Kontakt mit den vielen internationalen Mitstudierenden macht den Umgang mit der Fremdsprache leichter“, so die 19 jährige Studentin.

Aus der Sicht eines Unternehmens, das dual ausbildet, informierte Anna Kaja. Sie ist Personalreferentin bei der AUMUND Fördertechnik GmbH in Rheinberg. Seit Sommer 2012 bildet das Unternehmen zwei junge Männer zu Produktdesignern aus, die parallel an der Hochschule Mechanical Engineering studieren. „Bei AUMUND war die Geschäftsführung von den Vorteilen dieser Ausbildungsform überzeugt  und in enger Abstimmung mit den Ausbildern wurden die Arbeitsplätze eingerichtet. Nach einem sehr gründlichen Auswahlverfahren, bei dem insbesondere auf gute Noten und gute englische Sprachkenntnisse Wert gelegt wurde, werden die beiden Auszubildenden nun sehr eng betreut“, so die Personalreferentin.  AUMUND ist sich die der Tatsache bewusst, dass eine solche Ausbildung aufwändig ist, aber man hofft, so die in der Zukunft benötigten guten Mitarbeiter selbst ausbilden zu können und im Unternehmen halten zu können.

Die beiden Vorsitzenden der Arbeitgeberverbände, Wim Abbing von der Unternehmerverbandsgruppe und Ralf Schwartz von der Unternehmerschaft Niederrhein, sind als Geschäftsführer von Unternehmen am Niederrhein ebenfalls von diesem Ausbildungsmodell überzeugt. Abbing lobte die besondere Leistungsbereitschaft und die Motivation der Auszubildenden, die sich einer solchen Doppelbelastung aussetzen. Und Ralf Schwartz, der in seinem Familienunternehmen ebenfalls gute Erfahrungen gemacht hat, sieht die besonderen Vorteile, die der Klever Hochschulstandort mit all seinen Kapazitäten für die Unternehmen der Region bietet.

Die Hochschule Rhein-Waal kann mit einer hochmodernen Ausstattung und einem neuartigen Studienangebot aufwarten und Studierende und Unternehmen sind gleichermaßen von den Möglichkeiten beeindruckt. Prof. Dr. Kisters, Studiengangsleiter Maschinenbau und der Dekan der Fakultät Technologie und Bionik, Prof. Dr. Brandt, stellten die Studiengänge und bei einem abschließenden Rundgang die Räumlichkeiten den Besuchern aus den Unternehmen vor. Viel Interesse an dieser besonderen Form der Ausbildung wurde in den abschließenden Fragen deutlich.

Jana Bauhaus studiert dual an der Hochschule Rhein Waal; zeitgleich absolviert sie eine Ausbildung zur Industriemechanikerin.

Ansprechpartner

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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Sonja Kochem

Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation

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