Fehlzeiten- und Krankenrückkehrgespräche führen

Datum:  - 
Seminar-Nummer: P882018
Ort:HAUS DER UNTERNEHMER, Düsseldorfer Landstraße 7, 47249 Duisburg
Preis: 480,- / 390,-* Euro
Zielgruppe: Unternehmer, Geschäftsführer, Personalleiter, Fach- und Führungskräfte, Mitarbeiter mit Personalverantwortung gewerblich, technisch, kaufmännisch
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Sichere und sensible Gesprächsführung - auch unter arbeitsrechtlichen Aspekten

Krankenrückkehrgespräche können eine wichtige Ressource zur Aufdeckung der Ursachen von Fehlzeiten, möglicher Reduzierung und gezielter Gesundheitsvorsorge sein.

Die Intentionen des Krankenrückkehrgespräches – auch im Unterschied zu BEM-Gesprächen – werden in den Organisationen oft sehr unterschiedlich interpretiert und die Gespräche führen nicht selten zu Missverständnissen und Konflikten zwischen Mitarbeitern, Betriebsrat und Vorgesetzten. Der Erfolg dieser Maßnahme hängt dabei von der Qualität der mit den Mitarbeitern geführten Gespräche ab. Führungskräfte tun sich damit oft schwer: Wird das Vertrauensverhältnis zum Mitarbeiter mit dieser Maßnahme nicht nachhaltig gestört? Der Umgang mit persönlichen Problemen, aber auch die Aufdeckung von fehlender Motivation löst nicht selten Ratlosigkeit aus – wie ist damit umzugehen? Nicht alle Mitarbeiter kann man gleich ansprechen und „verwalten“, die Ursachen und Auswirkungen von Fehlzeiten können sehr vielfältig sein und so ist ein sensibler Umgang damit unerlässlich.

Die Ziele von Krankenrückkehrgesprächen sollten vorher klar im Unternehmen geregelt sein. Ebenso der Umgang mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen über die Ursache von Fehlzeiten sowie der vertrauliche Umgang mit Dokumentation und Datenverwaltung. Auch arbeitsrechtliche Aspekte gilt es zu bedenken: „Was darf ich überhaupt fragen? – Wer muss, sollte, darf anwesend sein? – Muss ich ein BEM einführen?“

1. Teil (ca. 60-90 Min)

  • Zielsetzungen und Arten von Krankenrückkehrgesprächen
  • Arbeitsrechtliche Aspekte von Fehlzeiten
  • Dokumentation, Datenschutz und rechtliche Hinweise
  • Integrationsmöglichkeiten des Krankenrückkehrgespräches in eine konstruktive Personalpolitik (BEM-„Betriebliches Eingliederungsmanagement“)

2. Teil - Praktische Umsetzung - Gesprächsführung

  • Fehlzeiten- und Krankenrückkehrgespräche als Führungsaufgabe wahrnehmen
  • Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen und Zielsetzungen
  • Krankenrückkehrgespräche zielorientiert planen
  • Beispiel: Das Stufenmodell
  • Gesprächsleitfäden entwickeln
  • Schwierige Gesprächssituationen meistern
  • mit Ängsten und Einschränkungen umgehen
  • Kennzeichen wertschätzender, motivierender Gesprächsführung
  • Umgang bei Verdacht auf nicht krankheitsbedingter Fehlzeiten

Referenten

Helga Kleinkorres

Inhaberin, Coaching-Beratung-Training, Duisburg

Helga Kleinkorres ist als Referentin, Business Coach und Wirtschaftsmediatorin in Unternehmen tätig. Themenschwerpunkte sind Entwicklung und Implementierung von Personalprojekten, Entgeltrahmenabkommen (ERA), Führungskräfteentwicklung sowie Kommunikations- und Verhaltenstraining.

Erhan Köse

Rechtsanwalt, Unternehmerverband, Duisburg

Erhan Köse ist seit 2009 für die Unternehmerverbandsgruppe tätig. Nach erfolgreicher Absolvierung des Lehrgangs „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ ist er neben der Prozesssvertretung hauptsächlich Ansprechpartner der Mitgliedsunternehmen bei Fragen aus den Bereichen des Arbeits- und Tarifrechts, der Betriebsverfassung und des Arbeitnehmerdatenschutzes.

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