„Zukunftsdezernat Wirtschaft“ vorgeschlagen

Wirtschaft: Standort Mülheim muss innovativer werden/ Auch Innovationszentrum jetzt zügig vorantreiben

Der Unternehmerverband schlägt eine Änderung der Verwaltungsstruktur in Mülheim vor. Er regt den Aufbau eines „Zukunftsdezernats Wirtschaft“ an, um „schlagkräftig und effizient“ Projekte in der Stadt voranzutreiben, die die Rahmenbedingungen „für wirtschaftliche Dynamik und Innovationsgeist“ verbessern. Zudem unterstützt der Verband klar und eindeutig die Pläne der Wirtschaftsförderung für die Errichtung eines Innovationszentrums. Eine solche „zentrale Plattform“, auf der sich Wissenschaft, Unternehmen, Fachkräfte und Gründer begegnen, sei von entscheidender Bedeutung für die Entstehung zukunftsfähiger Arbeitsplätze in Mülheim.

Hintergrund dieser Überlegungen der Wirtschaft sind vor allem die Erfahrungen aus der „Stärkungsinitiative Industrie für Mülheim an der Ruhr“, die der Unternehmerverband gemeinsam mit der Stadt und der IG Metall vor zwei Jahren initiiert hat. Unabhängig von der konkreten Bilanz der Stärkungsinitiative mit ihren rund 30 Einzelprojekten habe sich insgesamt gezeigt, dass der Standort Mülheim einen erheblichen Nachholbedarf hat, um bei den Herausforderungen der wirtschaftlichen Zukunft nicht den Anschluss zu verlieren.

„Wir brauchen eine Innovationsoffensive – und diese natürlich vor allem in der Wirtschaft selbst“, so der Vorsitzende des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft, Hanns-Peter Windfeder. Dabei komme dem Ausbau der Kooperation mit Wissenschaft und Forschung eine entscheidende Bedeutung zu. Hier setze auch der Unternehmerverband mit seiner Netzwerkarbeit an.

Vor diesem Hintergrund begrüße der Unternehmerverband ausdrücklich die Idee eines Mülheimer Innovationszentrums. Dieses Zentrum könne genau jenen Ort schaffen, an dem neue Innovationsnetzwerke in unserer Stadt entstehen. „Als Unternehmerverband unterstützen wir die Pläne der Wirtschaftsförderung zum Aufbau dieses Innovationszentrums und wünschen uns eine zügige Umsetzung. Der Standort Mülheim darf bei der Planung dieses Projekts keine Zeit mehr verlieren“, erklärt Windfeder 

Andere Städte im Ruhrgebiet und darüber hinaus hätten längst die Weichen gestellt, um große Innovationsprojekte auf den Weg zu bringen. „Hier muss Mülheim nun nachlegen, wenn es wettbewerbsfähig bleiben will. Wir brauchen Ideen und eine Vision für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerverbandes, Martin Weck. Weck meint: „Wir brauchen jemanden, der sich kümmert und Verantwortung übernimmt für eine positive Entwicklung der Stadt.“

Man benötige eine organisatorische Struktur in der Stadtverwaltung, mit der die vielen Projekte effizient und schlagkräftig umgesetzt werden können, begründen die Unternehmer ihren Vorschlag eines „Zukunftsdezernats Wirtschaft“. Die Gelegenheit  für eine Veränderung sei aktuell sehr günstig, weil sich in den kommenden Monaten durch die anstehenden personellen Veränderungen im Verwaltungsvorstand die entsprechenden Möglichkeiten ergeben.

Dieses Zukunftsdezernat soll die notwendigen Kompetenzen und Verantwortlichkeiten und damit die Möglichkeiten effizienter und erfolgreicher Projektumsetzungen bündeln. Die Projekte des neuen Dezernats sollen sämtlich die Chancen für mehr Wachstum und Beschäftigung in der Stadt verbessern. Konkret lautet der Vorschlag, die folgenden strategischen Zukunftsfelder in einem Dezernat zu bündeln:

•           Wirtschaftsförderung

•           Stadtmarketing, Standortmarketing und Tourismus

•           Stadtplanung, Stadtentwicklung und Bauaufsicht

•           Arbeit (Optionskommune) mit Sozialagentur und Jobservice GmbH

•           Betriebe der Stadt (inkl. Hafenbetrieb)

•           Digitalisierung und Smart-City

•           Flughafen Essen/Mülheim (insbesondere Masterplan)

•           evtl. Innovationszentrum

•           evtl. Stadtentwicklungsgesellschaft

„Wir bitten die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung im Interesse der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts, unseren Impuls aufzunehmen und zielführend zu diskutieren“, erklärt Windfeder. Holger Gerstel, Vorstandsmitglied des Unternehmerverbandes, bekräftigt den Handlungsbedarf in Mülheim an einem praktischen Beispiel: „Gerade machen wir in der Stadt Fortschritte beim Thema Glasfaserausbau für schnelles Internet, da steht mit der 5G-Technologie schon neuer Innovationsbedarf ins Haus.“ Hier müsse man am Ball bleiben, am besten schneller sein als andere und vor allem „gestalten statt verwalten“, so der Unternehmer.

Umsetzungsverantwortlich für die Vorschläge des Verbandes, das wissen die Wirtschaftsvertreter, sind Politik und Verwaltung. Diese könnten sich aber bei der Realisierung eines solchen Vorhabens auf die volle Unterstützung der Mülheimer Wirtschaft verlassen. „So wie wir auch an vielen Projekten der Stärkungsinitiative gemeinsam angepackt haben“, so Windfeder.

Stellten die Initiative des Unternehmerverbandes vor (v.l.n.r.): Matthias Heidmeier (Unternehmerverband), die Vorstandsmitglieder Holger Gerstel, Martin Weck und Hanns-Peter Windfeder sowie Kerstin Einert-Pieper (Unternehmerverband). (Foto: Unternehmerverband)

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