„Wirtschaft und Umweltschutz profitieren voneinander“

Umwelttag am 5. Juni: Unternehmerverband fordert Augenmaß statt Verbote

„Deutschland hat nach wie vor die Chance, durch eine innovative Umweltpolitik die eigene wirtschaftliche Position zu stärken“, sagt Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands, anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni. „Wir dürfen aber nicht weiter den Fehler machen, uns in Deutschland selbst zu blockieren.“ Hysterie und Ideologie seien immer die schlechtesten Ratgeber an dieser Stelle. Aus ihnen resultierten übertriebene Forderungen, die nicht erfüllt werden können und so zu Stillstand, Frustration, Schwarz-Weiß-Denken, Blockade, Demagogie, Angst und noch mehr Hysterie führten. „Die Unternehmen brauchen Sicherheit durch klare Entscheidungen der Politik mit Augenmaß. Wir wollen verlässlich wissen, wie es in Sachen machbarer Umwelt- und Klimaschutz weitergeht. Dann kommen wir alle gemeinsam auch voran.“ Immer neue Vorstöße durch unterschiedliche Akteure seien kontraproduktiv.

Jonetzko verweist auf die Forderungen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: Eine moderne Umweltpolitik setze vorrangig auf Kooperation, Kommunikation und Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen statt auf Quoten, Verbote und Kontrollen. Sie beachte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Deshalb dürfe es keine überzogenen Vorreiterrollen für Deutschland geben.

Für Jonetzko sind Ökonomie und Ökologie keine Gegenspieler. Bereits in der Vergangenheit war Umweltschutz ein Innovationstreiber der deutschen Industrie. „Wenn Umwelt- und Klimapolitik unter der Maßgabe gestaltet wird, den Unternehmen Luft zum Atmen zu lassen, dann profitieren sie vom Umweltschutz – und umgekehrt. Gerade wir hier im Ruhrgebiet haben unmittelbar erlebt – und davon profitiert –, wie umweltschützende Maßnahmen mit faszinierenden Innovationen Hand in Hand gegangen sind.“ 

Jonetzko weiter: „Wer Ökonomie und Ökologie gegeneinander ausspielt, handelt fahrlässig. Es bringt unseren Kindern nichts, wenn ihre Eltern im Übereifer den Wohlstandsast absägen, auf dem wir sitzen. Während alle drum herum sich ins Fäustchen lachen, weil sich hier eine Nation selbst demontiert. Wenn wir uns selber wirtschaftlich kleiner machen, können wir bald nichts mehr in der Weltpolitik positiv beeinflussen.“  

Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbands (Foto: Unternehmerverband)

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