„Wir können auf vieles stolz sein“

Oberbürgermeister Klaus Wehling wünscht sich einen Slogan für die Stadt. Er sprach bei der „MittagsZeit“ über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberhausen

„Im Zuge des Oberhausener Strukturwandels wurden in 50 Jahren schon eindrucksvolle 33.000 Arbeitsplätze in unserer Stadt geschaffen. Dies belegt, dass der Wirtschaftsstandort Oberhausen insgesamt gut aufgestellt ist“, so die Botschaft von Oberbürgermeister Klaus Wehling, die er jetzt vor heimischen Unternehmern unterstrich. Wehling hielt den Impulsvortrag bei der sogenannten „MittagsZeit“. Zu dieser Veranstaltung treffen sich Unternehmer auf Einladung des Unternehmerverbandes und der Wirtschaftsförderung Oberhausen in kleiner Runde und besprechen Themen, die die Wirtschaft in der Stadt aktuell bewegen. Die „MittagsZeit“ war diesmal zu Gast bei der Firma marinapark GmbH & Co. KG. Teilhaber Dirk Grünewald freute sich als Gastgeber über den Besuch von über 30 Unternehmern.

Das Thema der „MittagsZeit“ lautete diesmal: „Die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberhausen: Herausforderungen und Perspektiven.“ „Unsere Aushängeschilder in der Metropole Ruhr sind die Bereiche Logistik, Medizintechnik, Bildung und Ressourceneffizienz“, lobte Oberbürgermeister Klaus Wehling in seinem Impulsvortrag. „Eine unserer großen Aufgaben in Oberhausen ist allerdings die IT-Ausstattung – dies gilt glücklicherweise nicht für die gesamte Stadt“, so Wehling. Wichtig sei es auch in Zukunft, die Fachkräfte, die Jahr für Jahr die Universitäten im Ruhrgebiet verlassen, in Stadt und Region zu halten.

Dabei sehe er als Ausdruck des weit fortgeschrittenen Strukturwandels in Oberhausen eine Entwicklung weg von der Dominanz einiger großer Unternehmen hin zu mehr mittelständischen Strukturen. „Wir haben über 250 Betriebsstätten mit mehr als 50 Beschäftigten. Das ist ein starkes Pfund für unsere Stadt“, so der Oberbürgermeister. Besonders am Herzen liege es ihm, weiterhin am Image Oberhausens zu arbeiten. „Es gibt sehr vieles, auf das wir stolz sein können.“ Er wünsche sich für die Stadt einen Slogan, der Traditionen in Form von Currywurst, Bergbau und Fußball ebenso berücksichtige wir moderne Aspekte der Informationsgesellschaft, um auch über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus für den Standort werben zu können.

„Ein gutes Beispiel für die dynamische Bestandsicherung und Entwicklung in Oberhausen ist das Unternehmen move:elevator“, betonte Frank Lichtenheld, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Oberhausen GmbH und der Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen mbH anlässlich der „MittagsZeit“. Das Unternehmen wurde von der ersten Stunde an – bei Gründung vor 13 Jahren und während seiner Fortentwicklung – aktiv durch die Wirtschaftsförderung begleitet. So wurden die beiden Geschäftsführer der move:elevator GmbH, Markus Lacum und Hans Piechatzek, mit ihrem Investitionsinteresse – direkt Dirk Grünewald zugeführt.

Grünewald gab den Teilnehmern der „MittagsZeit“ bei seiner Begrüßung einen kurzen Überblick in das Bauprojekt „Marinapark“, das zu 90 Prozent fest vermietet ist. Insgesamt 10 Millionen Euro wurden hier investiert, 7.000 Quadratmeter Bürofläche sind entstanden – und das mit modernster Ausstattung. „Auf einige technische Gimmicks im Bereich des Heiz/Kühl-Systems und der Sicherheitstechnik bin ich besonders stolz“, gab Grünewald zu. Neben der Agentur move:elevator, die mehr Fläche erhalten hat und am Standort expandieren konnte, konnte eine Reihe von Firmen aus anderen Städten im Marinapark neu angesiedelt werden. „Wir fühlen uns hier wohl“, brachte Grünewald es stellvertretend für die Unternehmen auf den Punkt.

Sowohl zum aktuellen Bauprojekt als auch zum Impulsvortrag des Oberbürgermeisters hatten die Teilnehmer im Anschluss viele Fragen und Anmerkungen, so dass sich eine angeregte Diskussion anschloss. Für den Unternehmerverband steht fest, dass man sich auch weiterhin klar zum Standort Oberhausen bekennen werde. „Allerdings müssen wir über Probleme offen sprechen und gemeinsam daran arbeiten, sie zu lösen“, so der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Wolfgang Schmitz. Schmitz nennt zum Beispiel die hohen Steuern für Unternehmen, Imageprobleme des Standorts und die noch unterentwickelte Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten als wichtige Herausforderungen für die Zukunft. „Genau deswegen haben wir mit unserem Vorschlage eines Runden Tisches im vergangenen Jahr eine Initiative zur Stärkung des Standorts ergriffen“, so Schmitz, der Oberbürgermeister Wehling für seine Bereitschaft, den Dialog mit der Unternehmerschaft zu führen, ausdrücklich dankte.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Freuten sich über eine gelungene Veranstaltung: Dirk Grünewald, Teilhaber der Firma marinapark GmbH & Co. KG, Heike Zeitel vom Unternehmerverband, Wirtschaftsförderer Frank Lichtenheld, Oberbürgermeister Klaus Wehling und Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. (Foto: Ulla Emig)

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