Wenn im Team einer aus der Reihe tanzt

Führungskräfte müssen motivieren und kritisieren

Ein Kollege erledigt nur Arbeit nach Vorschrift? Er ist lustlos, geht ungehobelt mit Kollegen um, delegiert Aufgaben ständig weiter und macht häufig Fehler? Wenn im Team einer mit schlechten Leistungen aus der Reihe tanzt, belastet dies die ganze Abteilung. Denn nicht nur der Output sinkt, sondern im gesamten Team verschlechtert sich die Laune, weil Arbeit miterledigt werden muss, während der besagte Kollege womöglich mal wieder den Montag krank „feiert“. In einer solchen Situation sind die Vorgesetzten gefragt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit so genannten „Low-Performern“ umzugehen: Entweder Motivation oder Kritik, wobei eine Kombination zu empfehlen ist. Um erfolgreich zu motivieren, sind die Faktoren Sicherheit, Bindung und Anerkennung von Belang. Sicherheit, die von den Mitarbeitern als befriedigend erlebt wird, erreicht man u. a. durch frühzeitige Einbeziehung, umfassende Information, kleinere Schritte bei großen Projekten und Vertrauen. Da Mitarbeiter in einem Team auf gute soziale Bindungen Wert legen, ist gemeinsames Handeln, Identifikation, Zuverlässigkeit und Gerechtigkeit gefragt. Zudem ist Anerkennung, Lob und Zuspruch unerlässlich, damit sich die Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen.

Ebenso wichtig wie die Anerkennung ist bei den Mitarbeitern, die im negativen Sinne aus der Reihe tanzen, die Kritik. Da vielen Vorgesetzten das Kritiküben nicht leicht fällt, gibt es ein paar Tricks, damit weder Aggression noch Demotivation aufkommen. Kritik sollte immer nur sachlich, nie persönlich geübt werden. Wichtig ist zudem, „Ich-Botschaften“ zu senden; also besser „Mir ist aufgefallen, dass der Output der Abteilung nicht ausreicht“ als „Sie haben zu wenig gearbeitet“.

Die wichtigsten Regeln für Feedback- bzw. Kritikgespräche lauten: 

  • Zeit nehmen

  • Emotionen vermeiden

  • Klare Gesprächsziele formulieren

  • Probleme deutlich ansprechen

  • Kritikpunkte nicht überfallartig herunterrasseln

  • Neutral bleiben: keine Gerüchte, keine Wertungen

  • Konstruktiv und lösungsorientiert bleiben

  • Gefühle des Gegenüber ernst nehmen

  • Abschließend Vereinbarungen treffen

  • Kontrolle ankündigen und terminieren

  • Positiven Abschluss finden

Beim Umgang mit Low-Performern wie auch bei Feedbackgesprächen gibt es noch viel mehr zu beachten. So spielen auch Fragetechnik, Körpersprache oder arbeitsrechtliche Möglichkeiten eine große Rolle. Der Unternehmerverband bietet praxisbezogene Seminare – auch in Ihrem Unternehmen als Inhouse-Veranstaltung – an. Das Besondere: Neben dem Dozenten begleitet ein Jurist des Unternehmerverbandes die Seminare, um das richtige Vorgehen aus arbeitsrechtlicher Sicht einzuschätzen sowie individuelle und fachspezifische Fragen zu beantworten. Die erfahrenen Juristen, Ingenieure und Journalisten des Unternehmerverbandes vermitteln ihr Know-how auch zu anderen Themen wie etwa Arbeits-, Tarif- und Betriebsverfassungsrecht, Gestaltung moderner Entgeltsysteme, Arbeitszeit- und Schichtplangestaltung, Arbeitsablauf- und Prozessgestaltung sowie Demografie- und Potentialberatung.

 

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