UVM: Wim Abbing wirft der IGM Ignoranz vor

Forderungen nach kürzerer Arbeitszeit und früherer Rente „rückwärtsgewandt“

Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmerverbandes der Metallindustrie Ruhr-Niederrhein, Wim Abbing, hat den Forderungskatalog der IG Metall aus der Umfrageaktion „Deine Stimme für ein gutes Leben“ zurückgewiesen. Es könne nicht angehen, dass aus einer aus methodischer Sicht sehr zweifelhaften Internetaktion, die zahlreiche Suggestivfragen beinhalte, ein tarifpolitisches Programm für die Zeit der Wirtschaftskrise abgeleitet werde.

Dass die Gewerkschaft nun beispielsweise mit Hinweis auf ihre Umfrage die Rente mit 67 attackiert, sei eher darauf zurückzuführen, dass der IG Metall „der Mut fehlt, den Menschen über den demographischen Wandel und über die Krise der Sozialversicherungskassen reinen Wein einzuschenken“.

Ähnliches gilt nach Abbings Auffassung für die geforderte Erhöhung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes auf 36 Monate: „Das käme einer Zementierung der Arbeitslosigkeit bei Älteren gleich – und alle Erfolge, die wir in diesem Bereich mit der Agenda 2010 gehabt haben, wären zunichte gemacht“.

Der Geschäftsführer der PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik in Emmerich, des Weltmarktführers bei Kaffeeröstmaschinen, wirft der Gewerkschaft für ihren gesamten Forderungskatalog „Rückwärtsgewandtheit sowie Ignoranz gegenüber der  Schwere der Krise“ vor. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Produktion in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft ist. Noch stärker seien die Auftragsrückgänge, die je nach Branche zwischen 40 und 80 Prozent im Vergleich zu 2008 betragen.

Abbing wörtlich: „Wenn die IG Metall ihre Umfrage wirklich ernst nimmt, sollte sie die darin vor allem zum Ausdruck kommende große Angst vor Arbeitsplatzverlust verstehen lernen“. Die meisten Unternehmensführungen und Betriebsräte seien derzeit vollauf damit beschäftigt, gemeinsam auf betrieblicher Ebene den Abbau von Arbeitsplätzen zu vermeiden: „Dass die Gewerkschaft gerade jetzt unter anderem eine Kampagne zur Verkürzung der Arbeitszeit startet, ist absolut realitätsfern“.

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