Unternehmerverband fordert Priorität für Arbeitsplätze

Die Wirtschaft verlangt von den Kandidaten ein Bekenntnis zur Umsetzung des Masterplans

Nach Ansicht des hiesigen Unternehmerverbandes müssen der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt der Arbeit des Oberbürgermeisters stehen. „Der Masterplan Wirtschaft für Duisburg, den wir gemeinsam mit der Stadt, der IHK und vielen anderen gesellschaftlichen Gruppen auf den Weg gebracht haben, gibt die Richtung vor. An seiner Umsetzung messen wir die Arbeit des am 24. September zu wählenden Stadtoberhaupts“, erklärt der Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, Heinz Lison. Der Masterplan sei eine Strategie für mehr Wachstum und Beschäftigung und sei unabhängig von parteipolitischen Interessen. Hier sei gemeinsam mit der Stadt und z. B. Gewerkschaftsvertretern ein großer Konsens über das wirtschaftlich Notwendige erzielt worden.

„Der Masterplan ist ein kostbares Pfund für diese Stadt, weil er die Kräfte zum Wohle des Standortes bündelt. Jeder Kandidat sollte sich zur Umsetzung dieses Planes bekennen“, fordert Lison. Die gemeinsame Kraftanstrengung, die im Masterplan zum Ausdruck komme, sei für eine Stadt der Größenordnung von Duisburg absolut bemerkenswert. „Gleichzeitig ist eine solche Kraftanstrengung auch dringend geboten, denn die Duisburger Probleme sind auch außergewöhnlich“, so Lison. Die Arbeitslosenquote von immer noch über 12 Prozent sei auch für Duisburg absolut inakzeptabel. Der Strukturwandel tauge dafür allein nicht als Ausrede. „Wir brauchen mehr sozialversicherungspflichtige Jobs in der Stadt. Diese entstehen dann, wenn Unternehmen in Duisburg mehr investieren als bisher“, meint Lison.

Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz, weist deswegen auf die vielen im Masterplan aufgeschriebenen Maßnahmen hin, die das Investitionsklima verbessern würden. Dazu gehöre zum Beispiel die Einsetzung eines Wirtschaftsdezernenten, der dem Thema Schaffung von Arbeitsplätzen in der Verwaltung Nachdruck verleihen soll. Dazu gehöre aber auch das Ziel, Duisburg zum Vorreiter bei der Digitalisierung zu machen. „Wir müssen vor allem Duisburgs Stärken wieder in den Mittelpunkt rücken. Dazu gehört zu allererst die einmalige Lage der Stadt im Herzen Deutschlands und Europas, mit der wir locken können. Genau deswegen ist der Hafen ja so erfolgreich“, so Schmitz.

Gleichzeitig müsse man die Probleme des Wirtschaftsstandort Duisburg offensiv anpacken. Die hohen Steuersätze und die Probleme bei der Infrastruktur wirkten auf Investoren abschreckend. „Das wird der Oberbürgermeister nicht alleine lösen können, aber klar ist, dass er gegenüber Bund und Land entschieden auftreten muss“, so Schmitz. Der Wirtschaftsstandort Duisburg sei derzeit stark unterbewertet. Das zu ändern sei die vordringlichste Aufgabe des zu wählenden Oberbürgermeisters. Dabei werde der Unternehmerverband wie bisher die Hand zur Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt reichen.

Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft (Foto: Unternehmerverband)

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