Unternehmer in Sorge wegen IG Metall-Forderung

Eine Realisierung wäre gleichbedeutend mit einer Kapitulation vor der Digitalisierung

„Wir verstehen, dass die IG Metall angesichts der aktuell insgesamt guten wirtschaftlichen Lage einen fairen Anteil für die Belegschaften einfordert. Doch was die Gewerkschaft derzeit diskutiert, hat nichts mehr mit der aktuellen Lage zu tun. Es ist schlicht eine Geisterfahrt, auf der sich einige IG-Metall-Funktionäre befinden“, meint der Vorstandsvorsitzende des heimischen Metallverbandes Ruhr-Niederrhein, der Emmericher Unternehmer Wim Abbing.

Im Kern gehe es der Gewerkschaft darum, mehr Geld für weniger Arbeit zu erreichen. „Die Forderung nach einer 4-Tage- oder 28-Stunden-Woche ist absolut unverantwortlich. Eine Realisierung wäre gleichbedeutend mit einem Investitionsstopp in den Wirtschaftsstandort Deutschland und einer Kapitulation vor der Digitalisierung“, ist sich Abbing sicher.

Damit gefährde die IG Metall auch den Flächentarifvertrag. „Welches Unternehmen kann ein Interesse haben, einem Tarifvertrag anzugehören, der eine derartige Arbeitszeitkürzung vorsieht?“, fragt Abbing.

Die Forderung der IG Metall werde zwar unter dem Deckmäntelchen der Flexibilität eingebracht, doch für die Unternehmen werde genau das Gegenteil erreicht, ergänzt der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Wolfgang Schmitz und sagt: „Wir würden massenhaft Fachkräfte verlieren, obwohl wir schon heute große Schwierigkeiten haben, die richtigen Leute zu finden.“ Die Gewerkschaft verkenne zudem vollkommen, dass es auf Betriebsebene immer mehr flexible Arbeitszeitmodelle gäbe. Die Unternehmen hätten ein großes Interesse daran, ihren Mitarbeitern zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Die rund 4 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie könnten sich schon heute über mit die höchsten Löhne und die niedrigsten Arbeitszeiten weltweit freuen. „Das zeigt: Es wird von uns keine Sekunde infrage gestellt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des wirtschaftlichen Erfolges sind“, erläutert Abbing.

In der Vergangenheit, insbesondere infolge der letzten Wirtschaftskrise, habe sich die IG Metall als vernünftiger Verhandlungspartner gezeigt, dem es um die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen gehe. Nun aber wolle die Gewerkschaft offenbar einen Rückwärtsgang einschalten.

Der Unternehmerverband hofft nun, dass es für die IG Metall-Funktionäre jetzt Gegenwind aus den Belegschaften gibt, denn die Forderungen seien mit der betrieblichen Realität unvereinbar.

Wim Abbing, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbandes (Foto: PROBAT)

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