Keine Jobs „auf Biegen und Brechen“ garantieren

Nachdem die Dax-Konzerne von Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wurden, für das Jahr 2009 eine Jobgarantie für all ihre Mitarbeiter zu geben, ergreift der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes der Metallindustrie Ruhr-Niederrhein UVM, Wolfgang Schmitz, stellvertretend für die 700 Mitglieder des Verbandes das Wort: „Die hiesige, mittelständische Wirtschaft kann nicht garantieren, dass es keine Entlassungen geben wird. Jeder einzelne Betrieb wird aber alles tun, um so viele Arbeitsplätze wie möglich so lange wie möglich zu sichern.“ Denn das lehrt die Volkswirtschaftslehre: Auf jede Rezession folgt früher oder später ein Aufschwung, „und dann ist es schwer, wieder Fachkräfte zu finden, bzw. teuer, neue Mitarbeiter einzustellen und zu schulen“, so Schmitz.

Betriebe, die trotz Krise „auf Biegen und Brechen“ Arbeitsplätze halten, schmälern Produktivität und Gewinn. „Das kann existenzbedrohend werden – nicht nur für die Firma, sondern zwangsläufig auch für die Mitarbeiter“, sagt Schmitz. Deshalb fordert er die Betriebsräte auf abzuwägen, „ob ein hohes Entgelt oder der Erhalt des Arbeitsplatzes wichtiger ist“. Erfreulicherweise haben die Betriebe aus Sicht des UVM zwei Stellschrauben: Zum einen erlaubt der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung per Betriebsvereinbarung die Arbeitszeit und entsprechend das Entgelt zu reduzieren. Zum anderen kann laut jüngst abgeschlossenem Tarifvertrag die zweite Entgeltanhebung um einige Monate verzögert werden. „Dafür benötigen wir aber die Zustimmung der Betriebsräte“, erläutert Schmitz, der auf entsprechendes Entgegenkommen hofft.

 

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