Güterbahnhofs-Gelände: Gut vor schnell

„Wirtschaft für Duisburg“: Nicht wieder an der falschen Stelle sparen

Wie fast alle politischen und gesellschaftlichen Gruppen begrüßt auch der Unternehmerverein "Wirtschaft für Duisburg" den Ankauf des Güterbahnhofs-Geländes durch die GEBAG als städtebauliche Großchance für Duisburg. „Das ist eine richtig gute Nachricht“, so der Vorsitzende Alexander Kranki; die Meldung reihe sich ein in eine Serie guter Nachrichten, die der Standort derzeit produziere – erst in der vergangenen Woche wurde die Amazon-Ansiedlung im Hafen verkündet.

„Aber wir müssen jetzt auch aufpassen, daraus wirklich etwas Tolles zu machen“, so Kranki. Dabei müsse es nach dem Prinzip gehen: Gut vor schnell. Die Handelnden bei GEBAG und Stadt dürften sich nicht unter Druck sehen, kurzfristige Entwicklungen aus dem Hut zu zaubern. „Ein Stadtquartier entwickelt man nicht für die nächsten 10 Jahre, sondern für die nächsten 100“, sagt Kranki. Mit dem Kauf durch die GEBAG habe man nun auch die Möglichkeit, die Kämpfe der Vergangenheit zu beenden und gemeinsam nach vorne zu blicken. „Weil die Fläche jetzt der Spekulation entzogen ist, haben wir in Duisburg das Heft des Handelns wieder in der Hand und können zu einer Lösung kommen, die breite Unterstützung in der Stadtgesellschaft findet“, meint Kranki.

Darüber hinaus müsse man auch darauf achten, bei der Entwicklung nicht wieder an der falschen Stelle zu sparen, wie dies in Duisburg in der Vergangenheit zu oft geschehen sei. "Wirtschaftliche Nöte führen zur Auswahl scheinbar billiger Lösungen, die dann scheitern und dabei doppelt und dreifach Geld kosten", erläutert Kranki. Als Beispiele nennt er das später abgewrackte Stahlgerüst des gescheiterten Kubus auf der Küppersmühle und die Probleme mit dem Baugrund für "The Curve". "Zugespitzt könnte man formulieren: Duisburg ist nicht reich genug, um sich schlechte Qualität zu leisten", so Kranki.

Wichtig sei, dass man sich stets der einmaligen strategischen Lage des Geländes bewusst bleibe. Die Anbindung an die Innenstadt, an den Hauptbahnhof, an die Autobahn und damit auch den Flughafen seien enorme Potenziale und machten das Areal weit über die Stadtgrenzen bedeutsam. „Auf dem Gelände können entscheidende Akzente für viele wichtige Zukunftsthemen gesetzt werden, auch für neue Arbeitsplätze, die unsere Stadt so dringend benötigt“, so Kranki abschließend. 

Alexander Kranki, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Wirtschaft für Duisburg (Foto: Unternehmerverband)

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