Fachkräfte händeringend gesucht

Erstellt von JM  | 

Unternehmerverband plädiert für liberalisierte Zuwanderung

Der Fachkräftemangel ist drängender denn je – das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage unter hiesigen Unternehmen: „Die Firmen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen Nachwuchs aufbauen und gleichzeitig das Know-how älter werdender Mitarbeiter ausbauen“, sagt Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft bei der Unternehmerverbandsgruppe. Die rund 700 Mitgliedsunternehmen des Unternehmerverbandes, die bundesweit, aber mit Schwerpunkt im Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Westmünsterland ansässig sind, suchen Akademiker, aber auch Facharbeiter, im so genannten MINT-Bereich, was für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht: Ingenieure quer durch alle Fachrichtungen, insbesondere Elektronik und Mess- und Regeltechnik, sowie auf gewerblicher Ebene Maschinenführer, Schweißer, Dreher und Schlosser.

„Großer Bedarf herrscht auch im Pflegebereich“, weiß Lison, denn ein Verband der Gruppe zählt Unternehmen aus dem sozialen Dienstleistungsbereich zu seinen Mitgliedern: Pflegekräfte, also etwa Alten- und Krankenpfleger, werden knapp. Aus diesem Grund plädiert der Unternehmerverband auch für eine liberalisierte Zuwanderung ausländischer Mitarbeiter. „Wir werden unseren Fachkräftebedarf nicht mehr mit inländischen Arbeitnehmern decken können“, erläutert Wolfgang Schmitz, der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. „Wir unterstützen die Pläne eines Punktesystems, in das nicht nur die Fach-, sondern auch die Sprachkenntnisse einfließen. Gleichzeitig plädieren wir dafür, die inländischen Arbeitskräfte weiter zu qualifizieren.“

Wie wichtig Weiterbildung, insbesondere für ältere Arbeitnehmer, ist, zeigt ein Blick auf die Metall- und Elektroindustrie: Derzeit sind nur noch 36 Prozent der Beschäftigten in NRW unter 40 Jahre alt: 1999 waren es noch über 53 Prozent. „Das zeigt, dass der demografische Wandel nicht erst bevorsteht, sondern längst schon begonnen hat“, sagt Wolfgang Schmitz. Das Engagement des Unternehmerverbandes ist deshalb vielfältig: Demografie-Experten beraten die Unternehmen, wie sie einen gesunden Mix aus erfahrenen, älteren Mitarbeiter und jungen Kollegen erzielen, wie sie das Wissen sichern und Alt und Jung zum Mitmachen motivieren. Beim Stichwort Nachwuchs setzt der Unternehmerverband ebenfalls an: Seit Jahrzehnten gibt es die Arbeitskreise „Schule/Wirtschaft“, bei denen Lehrer Unternehmen erkunden um so die Ausbildungsvoraussetzungen kennen lernen; in Duisburg, Oberhausen/Mülheim und im Kreis Wesel trägt der Unternehmerverband zudem das Projekt „Vertiefte Berufsorientierung“, bei dem Schüler auf das Berufsleben und die Berufswahl vorbereitet werden; und der Unternehmerverband bietet Seminare für die gezielte Fortbildung der Mitarbeiter an. „Nicht zuletzt engagieren wir uns stark in den hiesigen Hochschulen“, wie Heinz Lison, der selbst dem Förderverein der Hochschule Ruhr-West vorsteht, erläutert: „So verknüpfen wir Wirtschaft und Wissenschaft und stellen unseren Unternehmen dauerhaft passenden Nachwuchs zur Verfügung.“

Weitere Informationen: www.unternehmerverband.org

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 0203 99367-225

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

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Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation

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