Experiment lud zum Scheitern ein

Business Break über „Agilität“ in Unternehmen

„Malen Sie Ihr gegenüber, Sie haben ab jetzt 60 Sekunden dafür Zeit“, lud Horst Pütz, Referent des Unternehmerfrühstücks am vergangenen Mittwoch in Bocholt, die rund 75 Teilnehmer zu einem Experiment ein. Emsiges Skizzieren, immer mehr Lacher auf der einen, Entschuldigungen für Unvermögen auf der anderen Seite. Pütz‘ Auflösung: „Ihre Bilder sind vermutlich unfertig und alles andere als perfekt. Aber Sie haben in kürzester Zeit ein Ergebnis, sie durften scheitern, wild sein, etwas ausprobieren, Spaß haben. Das ist Agilität!“ Um dieses Thema drehte sich das Business Break von Unternehmerverband und Wirtschaftsförderung. Dabei gab es einige Impulse, wie hiesige Unternehmen die digitale Transformation in Gang bringen können.

Horst Pütz von „SichtWeise“ aus Köln ist ein begeisternder Vordenker für das Thema Agilität in Unternehmen – also die Fähigkeit, flexibel, proaktiv, antizipativ und initiativ zu agieren, um notwendige Veränderungen einzuführen. Von den großen Vordenker-Unternehmen aus dem Silicon Valley könne man sich abschauen, wie das funktioniere: „Zehnfach besser sein zu wollen und sich immer wieder in Frage zu stellen, ist der Kern von Agilität: Liege ich richtig mit meiner Idee, mit meinem Ansatz, mit meiner Vorgehensweise? Steht der Kunde – dazu zählt auch mein Kollege aus einer anderen Abteilung – im Mittepunkt?“ Auch hiesige Unternehmen könnten damit heute im Arbeitsalltag starten, so Pütz. „Agile Instrumente sind z. B. das Malen, Basteln oder Legobauen – damit visualisieren Sie Ideen.“ Ebenso sei ein morgendliches „Stand-up Meeting“ hilfreich, „weil Prozesse so transparent bleiben, weil man aus emotional sicherer Position neue Wege einschlagen kann und sich traut, gegen den Strom zu schwimmen“. In der Diskussion mit dem Publikum ging es dann um Planbarkeit, Kosten und Dauer von Projekten. „Es bleibt der Respekt vor den herkömmlichen Geschäftsmodellen, auch in der agilen Führung gibt es nicht die ‚one-fits-all‘-Lösung“, schränkte Pütz ein. Man könne aber jederzeit mit drei entscheidenden Faktoren beginnen: Transparenz, Sinnhaftigkeit und Autonomie.

Nicht nur beim Business Break stellen Unternehmerverband und Wirtschaftsförderung Themen rund um Digitalisierung, Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 schon länger in den Mittelpunkt ihrer Netzwerk-Veranstaltungen. „Die digitale Welt stellt quer durch alle Branchen Einiges auf den Kopf; mit den Geschäftsmodellen unserer jetzigen Unternehmergeneration werden wir wohl nicht erfolgreich bleiben können“, stellte Jürgen Paschold, Verbandsingenieur des Unternehmerverbandes, fest. So ging es beim jüngsten Forum „Industrie 4.0“ vor einigen Tagen um neue, disruptive Geschäftsmodelle – nicht nur für den Endkonsumenten, sondern auch für produzierende Unternehmen im B2B-Bereich. Fortsetzung folgt.

Weitere Informationen:

Mit einem Experiment lud Horst Pütz die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zur Selbsterfahrung teil: Eine Skizze muss nicht perfekt sein, um Ideen in Gang zu bringen. (Foto: Unternehmerverband)

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