Ein Bus, ein Azubi und viele neugierige Schüler

Erlebnisreiche „Berufsfelderkundung“ in Dinslaken / Azubi berichtete „auf Augenhöhe“

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es für Zerspanungsmechaniker? Was verdient ein Elektroniker in der Ausbildung? Wie kann man sich in der Firma hocharbeiten? Ihre Fragen rund um den Einstieg in das Berufsleben konnten 13 Achtklässler der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) in Dinslaken jetzt auf Augenhöhe stellen: Sie kamen bei ihrer Berufsfelderkundung mit Max Krüßmann, Azubi im dritten Lehrjahr bei PINTSCH BAMAG, ins Gespräch. Organisiert hatte das Treffen der Unternehmerverband, der Schüler für eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie begeistern möchte. Dazu diente auch das InfoMobil, ein High-Tech-Informationsbus über die Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich, das auf dem Schulhof bereitstand. „In technischen Berufen gibt es Nachwuchssorgen, weil die Chancen zu wenig bekannt sind, aber auch, weil noch Vorurteile herrschen, in der Industrie käme es hauptsächlich auf Muskelkraft an“, weiß Elisabeth Schulte, die beim Unternehmerverband für den Bereich Schule/Wirtschaft verantwortlich zeichnet.

In ganz NRW absolvieren Schüler neuerdings in der achten Klasse so genannte „Berufsfelderkundungen“, um sich frühzeitig mit dem Übergang in den Beruf bzw. in die Ausbildung zu beschäftigen. „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ heißt das landesweite und neue Übergangssystem Schule-Beruf, auf das der Unternehmerverband sein Angebot exakt zugeschnitten hat. Elisabeth Schulte freute sich über den gelungenen Auftakt in Dinslaken: „Wir setzen seit 27 Jahren das InfoMobil an Schulen ein; häufig Hand in Hand mit unseren Mitgliedsunternehmen, die sich sehr engagieren. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, diesen etablierten und erfolgreichen High-tech-Bus nun in KAoA eingebunden zu haben.“

Die Ernst-Barlach-Gesamtschule in Dinslaken legt schon lange großen Wert auf eine intensive Berufsorientierung. Lehrer Reinhard Schwarzkamp, der ein so genannter „StuBo“, Koordinator für Berufs- und Studienorientierung, ist, berichtete: „Jeder Schüler soll nach seinem Abschluss bei uns tatsächlich einen direkten Anschluss haben, sei es mit einer Ausbildung, einem Studium oder in einem Bildungsgang am Berufskolleg.“ Mit dem Unternehmerverband arbeite die Schule schon länger erfolgreich zusammen; „das InfoMobil ist super, weil es das Berufsleben ja quasi auf den Schulhof holt“.

Die 13- bis 14-jährigen Schüler durften sich im InfoMobil selbst ausprobieren: An einer CNC-gesteuerten Fräsmaschine bearbeiteten sie einen Metallquader; direkt daneben lernten sie ein modulares Produktionssystem kennen. Im Gelenkbus erwarteten die Jugendlichen zudem Infoterminals mit Kontaktdaten zu ortsansässigen Ausbildungsbetrieben sowie Filme und Materialien über die Berufe in der Metall- und Elektro-Industrie.

Mucksmäuschenstill war es anschließend im Klassenraum, als Max Krüßmann über die Ausbildungswerkstatt berichtete, in der er z. B. Serienschaltungen gebaut und getestet hat. Bei seinem Arbeitgeber PINTSCH BAMAG, der Signaltechnik etwa für Bahnübergänge und Polizeiwagen herstellt, werden Azubis nach dem ersten Lehrjahr aber auch in der „echten“ Produktion tätig. „Überall findet man ein offenes Ohr, man kann sich hocharbeiten, und fest eingestellt werde ich nach meiner Ausbildung auch“, berichtete der 21-Jährige. Diese guten Perspektiven und auch die praktischen Eindrücke im InfoMobil dürften bei vielen Schülern die Absicht gefestigt haben, im nächsten Jahr das Pflichtpraktikum im technischen Bereich machen zu wollen.

Weitere Infos unter www.ich-hab-power.de. Ansprechpartnerin ist Elisabeth Schulte, Telefon: 0203 99367-125, E-Mail: schulte(at)unternehmerverband(dot)org

Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule probierten die Stationen im InfoMobil aus. Die Lehrer Reinhard Schwarzkamp (rechts) und Ingo Hufnagel sowie Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband begleiteten sie. (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 0203 99367-225

E-Mail:kleff(at)unternehmerverband(dot)org

Jennifer Middelkamp

Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

Telefon: 0203 99367-223

E-Mail:middelkamp(at)unternehmerverband(dot)org

Geraldine Klan

Referentin

Telefon: 0203 99367-224

E-Mail:klan(at)unternehmerverband(dot)org

Sonja Kochem

Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation

Telefon: 0203 99367-205

E-Mail:kochem(at)unternehmerverband(dot)org