Digitalisierung konkret

Unternehmer trafen sich zum Praxiseinblick bei den Espera-Werken

Alle Welt redet von der Digitalisierung – schwierig wird es immer dann, wenn es konkret wird: Was bedeutet Digitalisierung in der industriellen Produktion genau? Diese Frage beschäftigt Unternehmer natürlich ganz besonders. Und ebenso die Frage, wie sich Betriebe für digitale Innovationen öffnen können. Mit einem speziellen und auf Unternehmer zugeschnittenen Austausch will der Unternehmerverband Antworten geben. „Unser Ziel ist, dass Unternehmer in kleiner Runde voneinander lernen. Konkret und praxisnah“, erläutert Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation beim Unternehmerverband und Organisator der Runde. Das Angebot richtet sich an Mitgliedsunternehmen des Verbandes aus der gesamten Region.

Bereits zum 4. Mal fand besagter Austausch nun statt. Eingeladen hatte dieses Mal der neue Vorstandsvorsitzende des Unternehmerverbandes, Dr. Marcus Korthäuer, in sein Unternehmen, die Duisburger Espera-Werke. Das hoch spezialisierte mittelständische Unternehmen ist Marktführer im Bereich der Etikettierung von Lebensmitteln und Vorreiter bei der Digitalisierung.  „Wenn wir als familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen auf dem Weltmarkt eine Rolle spielen wollen, dann müssen wir mit unseren Produkten technologisch vorne sein“, erklärt Korthäuer.

Davon, dass Espera innovative Produkte herstellt und längst die gesamte Wertschöpfungskette im Blick hat, konnte sich die Unternehmerrunde nun vor Ort überzeugen. Letztlich gehe es bei der Auszeichnung von Verpackungen mit frischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst und Obst nicht nur um einen hohen Qualitätsanspruch, sondern auch um die Geschwindigkeit, denn jeder Stillstand von Verpackungs- und Etikettierungsmaschinen kostet Geld. Doch nicht nur der mögliche Stillstand muss soweit wie möglich ausgeschlossen werden, auch die Etiketten selber dürfen keinerlei Mängel aufweisen, weil sie sonst an den Supermarktkassen nicht erkannt werden. „Hier setzen wir an, um nach Möglichkeit sämtliche Daten unserer Maschinen zu erfassen. Daten, die uns früh genug verraten, was zur Wartung der Maschine nötig ist“, beschreibt Korthäuer.

Die Entwicklung geht nach Ansicht des Unternehmers eindeutig in Richtung künstliche Intelligenz (KI), also dahin, dass Maschinen selbst lernen werden, sich zu optimieren. Da bei der Etikettierung von frischen Lebensmitteln nach Möglichkeit alles reibungslos laufen soll, ist es ebenso von entscheidender Bedeutung, dass die Maschinen das Produkt, das sie auszeichnen sollen, richtig erkennen. Modernste und von Espera selbst entwickelte digitale Video-Technologien erkennen die exakten Produktabmessungen.

An eben jenem Beispiel der Videotechnologie macht Korthäuer deutlich, wie wichtig Innovation für sein Unternehmen ist. Dafür benötigt Espera vor allem Fachkräfte, wie Softwareentwickler bzw. Programmierer. Diese zu finden und an das Unternehmen zu binden, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Geschäftsführung. Deswegen auch hat Espera großes Interesse, eng mit den Hochschulen zusammen zu arbeiten. Korthäuer glaubt an die Chancen des Wirtschaftsstandortes Duisburg auch deshalb, weil er mit der Universität Duisburg-Essen und ihren tausenden Studierenden große Potenziale verbindet.

Die Unternehmerrunde zeigte sich von der digitalen Innovation „Made in Duisburg“ beeindruckt. Der Unternehmerverband will solche Praxiseinblicke auch in Zukunft ermöglichen.

Austausch über die Digitalisierung: Unternehmer trafen sich zum Praxiseinblick bei Espera. (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

Matthias Heidmeier

Geschäftsführer Kommunikation

Telefon: 0203 99367-225

E-Mail:heidmeier(at)unternehmerverband(dot)org

Jennifer Middelkamp

Pressesprecherin

Telefon: 0203 99367-223

E-Mail:middelkamp(at)unternehmerverband(dot)org