Betriebe und Auszubildende zusammenbringen

Lücke zwischen unversorgten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsplätzen erneut deutlich angestiegen / Schmitz: „Mehr Mobilität und Flexibilität nötig“ / Berufsausbildungsbeihilfe gestiegen

Das Ausbildungsjahr hat soeben begonnen, was keineswegs bedeutet, dass nicht Online-Stellenportale und Lehrstellenbörsen vor noch freien Ausbildungsplätzen überquellen. Aus den aktuellen Ausbildungsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor: Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze ist um 2,1 Prozent gestiegen, während die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 4,5 Prozent sank.

Von zwei Seiten der Medaille spricht Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes: „Zum einen zeigt das, dass die Situation auf dem Ausbildungsmarkt für Bewerber trotz schwächelnder Konjunktur hervorragend ist. Die Ausbildungsbereitschaft der hiesigen Unternehmen ist enorm.“ Leider gebe es auch die andere Seite: „Die Lücke zwischen noch unversorgten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsplätzen geht weiter auseinander, bundesweit um 13 Prozent auf 68.889. Für die Betriebe heißt das: Fachkräfte werden noch knapper.“

Die bundesweiten Zahlen spiegeln sich auch an Rhein und Ruhr wider, Beispiel Duisburg: Dort sind noch 970 Berufsausbildungsstellen unbesetzt; die bei der Arbeitsagentur gemeldeten betrieblichen Berufsausbildungsstellen stiegen um 6,9 Prozent auf 2.962. „Sogar in beliebten Berufen wie Kfz-Mechatroniker oder Kaufleute für Büromanagement sind hierzulande noch viele Stellen frei“, weiß Schmitz, weist aber zugleich auf spannende, weniger bekannte technische Berufe hin: So werden beispielsweise in Duisburg noch 26 Industriemechaniker gesucht, in Oberhausen 14 Elektroniker Energie-/Gebäudetechnik oder in Mülheim 16 Elektroniker Info-/Telekommunikationstechnik. „Viele junge Leute wären überrascht, wie vielseitig, modern und gut bezahlt beispielsweise Jobs in der Metall- und Elektroindustrie sind“, so Schmitz und regt unentschlossene Schulabgänger dazu an, sich dahingehend zu informieren. „Es muss ja nicht immer einer der klassischen Berufe sein, der sich am Ende als Traumjob herausstellt.“ Das gelte im Übrigen besonders für Mädchen, die schon mit der Berufswahl die Weichen richtig stellen könnten, um einen gut bezahlten Job zu erlernen.

Wolfgang Schmitz appelliert an die Jugendlichen, über den Tellerrand zu schauen und mobil zu sein: „Wenn der Traumberuf nicht in der Heimat zu finden ist, dann vielleicht in einer der Nachbarstädte.“ Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Berufsausbildungsbeihilfe für Auszubildende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, seit diesem Monat deutlich gestiegen ist: „Das sollte für noch mehr junge Leute ein Anreiz sein, sich auf eigene Füße zu stellen.“

Weitere Informationen über Ausbildungsplätze in technischen Berufen unter: www.ausbildung-me.de

Technische Ausbildungsberufe wie etwa der Zerspanungsmechaniker bieten aussichtsreiche Perspektiven. Der Unternehmerverband ruft die Jugendlichen auf, sich auch gegenüber unbekannten Berufsbildern zu öffnen. Der sehr praxisnahen Berufsorientierung dient seit Jahrzehnten der InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie (Foto), in den die Arbeitgeberorganisation hiesige Schüler einlädt.

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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Geraldine Klan

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