Aorta-Prinzip Vorbild für Sieger-Idee

Sieger des Wettbewerbs „Schüler macht MI(N)T!“ stehen fest / Unternehmerverband möchte für technische Berufe begeistern

Eine Wasserschlagdämpfung nach dem Aorta-Prinzip, ein händelos zu bedienendes WC und ein ringförmiger Verschluss für Schüttgut – das sind die Ideen, die beim überregionalen Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T“ gewonnen haben. Die ersten drei Sieger kommen aus Schulen in Bocholt und Oberhausen; teilgenommen haben zudem Schüler-Teams, die aus Wesel, Borken, Wetteren (Belgien), Emmerich, Kleve, Goch und Mönchengladbach. Ausgelobt haben den Wettbewerb, der nach fünf Monaten am Freitag bei den PROBAT-Werken in Emmerich endete, vier mittelständische Unternehmen: Lenord, Bauer & Co. GmbH (Oberhausen), Clyde Bergemann GmbH (Wesel), Grunewald GmbH & Co. KG (Bocholt) und PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH (Emmerich). Gemeinsam mit dem Unternehmerverband, dessen Verbandsgebiet diese Städte sowie Duisburg und Mülheim abdeckt, wollen sie damit Nachwuchs für Ausbildung und Studium in Berufen ihrer Branche begeistern.

Die Erstplatzierten elf 15- bis 18-jährigen Schüler des Mariengymnasiums in Bocholt beschäftigten sich mit der Vermeidung von Rohrbrüchen im Haushalt. Aus der Natur schauten sie sich die Aorta mit ihren elastischen Gefäßwänden ab und konstruierten eine Wasserschlagdämpfung nach dem Aorta-Prinzip. In Live-Messungen wiesen die Schüler nach, dass sich die Druckspitzen bis zu 100 Prozent gegenüber den herkömmlichen Verfahren reduzieren lassen. Die zwölf 13- bis 19-jährigen Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Oberhausen holten mit ihrem „Prima Pott“ den zweiten Preis. Händelos zu bedienen und mit einer speziellen Lüftung versehen, wollen sie das WC hygienischer und geruchsärmer gestalten. Drittplatzierte wurden fünf 15-jährige Schüler des Euregio-Gymnasiums in Bocholt, die sich in biologischen Systemen den Schließmuskel, anschauten. Für ihr technisches Modell schafften sie hydraulisch eine rund bleibende Öffnung, damit möglichst geringe Strömungswiderstände entstehen.

Die Jury lobte die durchweg kreativen und innovativen Projekte, die hervorragend präsentiert und umgesetzt wurden. Die Entscheidung am Ende war knapp, es gab Punkte für die Projektidee, die Präsentation, den praktischen Nutzen und das Ergebnis. Die Jury setzte sich zusammen aus zwei Fachleuten aus dem Bereich Elektrotechnik, Dr. Wolfgang Brockerhoff von der Uni Duisburg-Essen sowie Prof. Dr. Horst Toonen von der Westfälischen Hochschule in Bocholt, sowie aus zwei Fachleuten aus dem Bereich Maschinenbau Prof. Dr. Peter Kisters von der Hochschule Rhein-Waal in Kleve sowie der Verbandsingenieur Nando Spitznas vom Unternehmerverband in Duisburg.

Wim Abbing, Geschäftsführer der PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH in Emmerich und zugleich Vorstandsmitglied des Unternehmerverbandes, freute sich über die tolle Resonanz mit den elf Teams und warb stellvertretend für alle vier auslobenden Unternehmen für technische Berufe, die sich in einer Ausbildung oder über ein duales Studium erlernen lassen: „Man sieht Euch an, dass es Spaß macht, sich mit Technik und Physik zu beschäftigen. Weiter so!“ „Schüler macht MI(N)T“ heißt der Wettbewerb von vier Firmen – das sind Lenord, Bauer & Co. GmbH (Oberhausen), Clyde Bergemann GmbH (Wesel), Grunewald GmbH & Co. KG (Bocholt) und PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH (Emmerich) – und dem Unternehmerverband, die damit Nachwuchs für Ausbildung und Studium in Berufen ihrer Branche begeistern möchten. Im Dezember fiel der Startschuss für den Schülerwettbewerb; seitdem arbeiteten die elf Teams an ihren Ideen. Ihr Tüftel-Thema lautete: „Öffnen UND Schließen von Bauteilen und Leitungen mit unterschiedlichen Druckverhältnissen“.

„Wir wollen den Schülern praxisnahe Einblicke in die Technik ermöglichen. Ein Wettbewerb hat durch sein spielerisches Konzept enormes Potenzial, bei den Teilnehmern echte Begeisterung zu wecken“, so beschreibt Elisabeth Schulte von der Geschäftsführung des Unternehmerverbandes den Leitgedanken des Wettbewerbs. Für die vier beteiligten Unternehmen geht es darum, frühzeitig talentierten Nachwuchs zu entdecken und zu fördern. Bereits 2005 wurde der Wettbewerb von der Lenord, Bauer & Co. GmbH mit Sitz in Oberhausen ins Leben gerufen wurde. Vier Jahre später kamen die Clyde Bergemann GmbH aus Wesel, die Grunewald GmbH & Co. KG in Bocholt und die PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH mit Sitz in Emmerich als Projektpartner hinzu. In seiner achten Auflage startete der Wettbewerb unter dem neuen Namen „Schüler macht MI(N)T!“, sein Vorgänger hieß „Innovative Technologien bewegen Europa“. Teilnehmende Schulen stellten Teams aus mehreren Schülern und mindestens einem Lehrer zusammen.

Die Abschlussveranstaltung begleiteten auf gewohnt unterhaltende Art die „Physikanten“. Sie sorgten bei einer musikalischen Einlage mit einem Gitarrenverstärker, einem Laserstrahl und einer Solarzelle für gute Stimmung. Bei späteren Experimenten knallte und zischte es: eine Wasserstoff-Explosion, Strom durch Menschen leiten, Schaumstoff in Sekundenschnelle durch Aceton auflösen, Feuertornado erschaffen oder eine saure Gurke zum Glühen bringen.

Erster Sieger – und das zum dritten Mal beim Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T“ – wurde das Mariengymnasium in Bocholt, das sich eine Wasserschlagdämpfung nach dem Aorta-Prinzip ausgedacht hatte.

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