
Non scholae, sed vitae discimus! - In einer wissenschaftlichen Studie wurden ehemalige Schüler zehn Jahre nach ihrem Abitur gebeten, sich auf ihr Wissen von damals prüfen zu lassen. Das Ergebnis war ernüchternd. Das durchschnittliche Abiturwissen nach nur einem Jahrzehnt sank auf acht (!) Prozent. „Für das Leben lernen” müssen Schülerinnen und Schüler deshalb ganz besonders, wenn es um die Antwort auf die Frage geht, welchen Beruf sie einmal ausüben wollen. Gerne unterstützt der Unternehmerverband Pädagogen, Schüler/innen und Eltern mit einer Sammlung von „Hilfen zur Berufswahlorientierung”.
Für Schüler, Eltern und Lehrer gibt es eine Vielzahl von Projekten, Ansprechpartnern und Materialien, die bei der nicht immer einfachen Frage „Welcher Beruf ist der richtige für mich?” mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Agentur für Arbeit
Einen ersten Einstieg, sich über Berufsbilder, Ausbildungsmöglichkeiten, Anforderungen an die Auszubildenden sowie Mitarbeiter zu informieren, bieten die Internetauftritte der Bundesagentur für Arbeit
Hier finden Schüler/innen nicht nur erste Informationen, sondern auch weiterführende Hinweise zu allen Fragen rund um das Thema Ausbildung.
Duisburger Initiative zur Stärkung der Ausbildungsreife und Berufswahlorientierung
Duisburger Hauptschüler gelangen vermehrt in Ausbildung aufgrund einer Initiative der Bezirksregierung und der Unternehmerverbandsgruppe. Das Ergebnis der 2006 ins Leben gerufenen Duisburger Initiative zur Stärkung der Ausbildungsreife und Berufswahlorientierung der SchülerInnen von vier Duisburger Hauptschulen kann sich sehen lassen: Statt vormals rund 6 % der Schulabgänger, die in Ausbildung gingen, waren es bereits nach zwei Jahren 28 %. Dies ist dem Einsatz der Lehrer, der Unternehmen und der Arbeitsagentur zu verdanken. Die wichtigen Unternehmenskontakte und Praxisbezüge brachte die Unternehmerverbandsgruppe ein. Wie das erfolgreiche Projekt angelegt war, das durchaus auch im Prinzip auf andere Schulformen übertragbar ist, und welche Erfahrungen konkret gemacht wurden, geht aus der Broschüre hervor, die Sie hier als pdf-Datei finden:
Ausbildungsbörsen
Kaum eine andere Entscheidung bestimmt das Leben und die Zukunft jedes Einzelnen so nachhaltig wie seine Berufswahl. Eine Möglichkeit, Informationen über verschiedene Ausbildungsberufe und Zukunftsperspektiven zu erhalten, aber auch bereits erste Kontakte zu potentiellen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen, bieten Ausbildungsbörsen. Eine kurze Darstellung der Chancen aber auch Probleme dieser Börsen schildert der nachfolgende Bericht:
Der Berufswahlpass
Zur Systematisierung der Berufswahlvorbereitung in den Schulen haben einige Bundesländer den „Berufswahlpass” als Instrument zur Berufsorientierung für Schüler/innen entwickelt. In einer Mappe kann so jeder Schüler ab der 7. Klasse systematisch die Schritte zu seiner individuellen Berufswahl ordnen und schließlich bei Bewerbungen den Unternehmen überreichen und somit sein Engagement für ein bestimmtes Berufbild dokumentieren. Bei der Umsetzung unterstützt Sie gerne Thomas Löhr, Projektleiter im Bereich der vertieften Berufsorientierung. Kopiervorlagen finden Sie unter
Der Studienkreis Schule/Wirtschaft Nordrhein-Westfalen
Zahlreiche Informationen für Lehrer, Unterrichtshilfen, Hinweise zur Optimierung der Berufswahlorientierung usw. hat das Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Arbeitgeberverbände erarbeitet. Die Angebote des Bildungswerkes finden Sie im Internet unter
Das Projekt Junior
Nur etwa drei Millionen Erwerbstätige arbeiten in Deutschland auf eigene Rechnung - um weiterhin erfolgreich zu sein, bräuchte der deutsche Mittelstand rein rechnerisch aber weitere 800.000 Unternehmen. Ein Grund für diese mangelnde Bereitschaft zur Selbständigkeit ist, dass im Unterricht Wirtschaft häufig zu theoretisch gelehrt wird, so dass die Zusammenhänge zwischen Lehrstoff und Wirtschaftspraxis verloren gehen. Diese Lücke schließt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) mit dem Projekt JUNIOR, das seit 1994 Schüler an unternehmerisches Denken und Handeln heranführt. Hierbei gründen Schüler ihre eigene Firma, wobei sie spielerisch von der Finanzplanung über die Produktion oder Dienstleistung bis zum Vertrieb alles selber machen - mit Unterstützung des IW. Jährlich gibt es Preise für die erfolgreichsten Schülerfirmen in NRW und in Deutschland.
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Bei Interesse erhalten Sie bei uns ein Faltblatt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, dem Sie Inhalte und weiterführende Details - auch Internetadressen - entnehmen können. Insbesondere möchten wir neben der Internetadresse auf das Angebot für Pädagogen hinweisen, wo dargestellt wird, wie die soziale Marktwirtschaft funktioniert und wo der Reformbedarf für das 21. Jahrhundert liegt. Zu diesen und anderen Themen bietet das Internetportal aktuelle Informationen und umfassendes Unterrichtsmaterial.
InfoMobil
Berufsinformationen zur Metall- und Elektroindustrie
Informationen rund um die Berufe der Metall- + Elektro-Industrie bietet das neue M+E-Lehrerportal "ME-vermitteln.de".
Lernmittel rund um Technik
Lehrkräfte können ExperiMINTe zu Hause auf dem USB-Stick zielgruppengerecht bearbeiten und ihre gespeicherte Version als Lehrmittel im Unterricht klassenspezifisch einsetzen. Als Lernmedium erlaubt die ergänzende Internetseite www.experiminte.de einer Klasse oder ausgewählten Schülergruppe, gestellte Aufgaben am häuslichen PC zu bearbeiten. Über eine Online-Verbindung aktualisiert die Internetseite zudem automatisch die USB-Anwendung, sobald neue Angebote bereitgestellt werden.
„ExperiMINTe“ wurde im Auftrag des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall von der IW Medien GmbH in Zusammenarbeit mit Zone 2 Connect GmbH und Entertrain Software GmbH konzeptioniert, entwickelt und programmiert. Es kann über die Internetseite www.experiminte.de bestellt werden.
THINK ING.
Kaum ein Studium reagiert so sensibel auf die beruflichen Perspektiven - während sich für das Studium der Betriebswirtschaft oder Rechtswissenschaft/Jura Schüler/innen auch dann entscheiden, wenn die Berufsaussichten alles andere als rosig sind, ist das Interesse an einem Studium der Ingenieurswissenschaften selbst dann gering, wenn die Berufsaussichten hervorragend sind. Denn die Wirtschaft benötigt Ingenieure mehr denn je. Aber was genau macht ein Ingenieur eigentlich? In welchen Bereichen ist er tätig? In welche Fachrichtungen kann er sich spezialisieren? Antworten auf diese Frage und viele weitere finden Sie unter
Schülerwettbewerb "Innovative Technologien bewegen Europa"
Um bei Schüler/innen Begeisterung für Technik zu wecken, wurde das Projekt „Innovative Technologien bewegen Europa“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes laden Unternehmen vor Ort seit 2005 jedes Jahr Schüler/innen zu einem Wettbewerb ein: Teams bestehend aus ein bis zwei Lehrkräften und vier bis fünfzehn Schüler/innen ab Jahrgang 9 bis Oberstufe stellen dabei ihr Können im Bereich Technik unter Beweis, indem sie an Projekten tüfteln, die auch im Unterricht eingesetzt werden können: Sei es das Modell eines Rasterkraftmikroskops oder ein elektronischer Hampelmann oder zu Themen wie Bewegung, Energie und Chaos bis hin zur Bionik. Die Unternehmen unterstützen die jungen Tüftler im laufenden Wettbewerb mit ihrem Know-how, so die Firma Lenord + Bauer aus Oberhausen mit ihren Entwicklungsingenieuren und technischen Baueinheiten, Clyde Bergemann in Wesel, Grunewald in Bocholt und die PROBAT-WERKE in Emmerich. Weitere Einzelheiten zu dem Wettbewerb, bei dem die Ergebnisse einem internationalen Publikum von Mitbewerbern präsentiert werden, finden Sie im Internet unter
MINT-Schulen
Um den Stellenwert der so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in der Schule zu verbessern sowie das Interesse der Schüler/innen aller Jahrgangsstufen für mathematische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Phänomene zu wecken,erhalten Shculen, die sich erfolgreich in MINT-Fächern engagieren, ein MINT-Siegel und Lehrerfortbildung. Für Gymnasien und Gesamtschulen wird dies über den „Verein mathematisch-naturwissenschaftliche Excellence-Center an Schulen e.V.“, Berlin, organisiert. In Nordrhein-Westfalen erfolgt die entsprechende Unterstützung der Haupt- und Realschulen durch unternehmer nrw, der Vereinigung der Arbeitgeber-/Unternehmerverbände vor Ort wie z.B. unseres Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein e.V. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
BLiK - Berufe Live im Klassenzimmer
Ausbildungsberufe und moderne Arbeitsformen in der Praxis vorzustellen, ist das Ziel von BLiK, der multimedialen Form der Kommunikation. Mit diesem Video-Konferenzsystem können Lehrer und Schüler vom Klassenzimmer aus Kontakte zu Unternehmen, z. B. auch Lehrwerkstätten, herstellen, Auszubildenden über die Schulter schauen und sich deren praktische Arbeit erklären lassen. Oder sie tauschen Daten aus und die Schüler arbeiten mit den Jugendlichen im Ausbildungsbetrieb sogar in gemeinsamen Projekten.
Tarifvertrag zur Förderung von Ausbildungsfähigkeit (TV FAF)
Als Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie hat unser Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein im Verbund mit METALL NRW gemeinsam mit der IG Metall einen neuen Förderweg für leistungsschwache Jugendliche als Einstieg in die Berufsausbildung geschaffen. Insbesondere Hauptschüler, aber auch andere Jugendliche, deren Ausbildungsreife nicht reicht, um einen Ausbildungsplatz zu finden, haben nun die Chance, sich direkt in einem Betrieb zu beweisen und schon vor der Ausbildung die nötigen Schlüsselqualifikationen und Fachkenntnisse zu erarbeiten.
Weiteren Informationen zu dem Tarifvertrag zur Förderung von Ausbildungsfähigkeit entnehmen Sie bitte dem
Nächster Arbeitskreis Termin
17.04.12 Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Oberhausen Weiterlesen