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05.06.13

Appell an gesunden Menschenverstand

Das 7. Bocholter Personalforum eröffneten (v.l.) Jürgen Paschold vom Unternehmerverband, Reinhard Schulten von der IHK und Moderatorin Jennifer Middelkamp. (Foto: Unternehmerverband)

Das 7. Bocholter Personalforum eröffneten (v.l.) Jürgen Paschold vom Unternehmerverband, Reinhard Schulten von der IHK und Moderatorin Jennifer Middelkamp. (Foto: Unternehmerverband)

70 Teilnehmer beim 7. Bocholter Personalforum

„GMV“ – so lautet die beste Methode für erfolgreiche Unternehmensführung. GMV steht für „Gesunder Menschenverstand“ – und an den appellierten alle sechs Referenten des 7. Bocholter Personalforums, an dem am Dienstag im Hotel Residenz 70 Personaler und Geschäftsführer aus den Kreisen Borken, Wesel und Kleve teilnahmen. Was sie damit zum Ausdruck brachten: Führungskräfte müssen die Unternehmenskultur aktiv gestalten, diese als Vorbild leben und kontinuierlich überprüfen. Erst dann sind auch die Mitarbeiter bereit, nicht nur Teil, sondern Multiplikator für das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber zu sein. „Das Forum, das in diesem Jahr von einem lebendigen Austausch untereinander geprägt war, konnte wieder Impulse und Ideen für die tägliche Arbeit geben“, entnimmt Organisator Jürgen Paschold dem positiven Feedback der Teilnehmer. Das 7. Bocholter Personalforum, das in diesem Jahr unter dem Motto „Alles Kultur: Unternehmensführung von morgen“ stand, wurde vom Unternehmerverband organisiert und von der IHK unterstützt.

„Macht Kultur: Unternehmenskulturen gestalten“ – unter diesem Titel führte Detlef Hollmann von der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) in das Thema ein. Er gab zu bedenken, dass es nicht „die eine Unternehmenskultur“ gäbe: „Im Krankenhaus beispielsweise gibt es Ärzte, Pfleger und Verwaltung – alle pflegen ihren eigenen Umgang.“ Diese Subkulturen sollten im besten Fall ergänzend bestehen, in jedem Fall „führt bei allen Gruppen Selbstbestimmtheit zu Zufriedenheit.“ Einen tiefen Einblick in sein Unternehmen und den laufenden Prozess, ein „Corporate Social Responsibility“-System einzuführen, gab Carsten Sühling, Geschäftsführer der Spaleck GmbH (Bocholt). Dort steht das Nachhaltigkeitsmanagement auf den Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Wichtig war Sühling zu betonen, dass „es nicht nur um Prozesse geht, sondern an aller erster Stelle um die Menschen, die beteiligt sind“. Wie ernst das Unternehmen die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter nimmt, zeigt das vorbildliche Gesundheitsmanagement mit regelmäßigen Gesundheitstagen, Vorträgen und einem firmeneigenen Fitnessstudio oder die „Otto-Spaleck-Stiftung“ für innovative Technologien. Den Teilnehmern empfahl Sühling, neben strategischen Zielen vor allem eine Vision zu entwickeln mit der Leitfrage „Warum tun wir das, was wir heute tun?“ Um die Themen Korruption, Bestechung, Vetternwirtschaft und Untreue geht es bei der „Compliance“, was wörtlich für „Regeltreue“ steht. Über die „saubere Unternehmensführung“ referierte beim Personalforum Michael Falk von der Clyde Bergemann Power Group (Wesel). Er unterstrich, dass Ethik-Standards oder Unternehmensrichtlinien nicht als „Feigenblattfunktion“ zu sehen seien: „Stellen Sie sich den Herausforderungen, nehmen Sie die Mitarbeiter mit, gehen Sie mit gutem Beispiel voran und führen Sie adäquate Prozesse ein.“

Für Erheiterung und sogar „Zugabe“-Rufe sorgte die Bocholter Karriereberaterin Erna Hüls mit ihrem Vortrag „Erfolg beginnt im Kopf – Lösungen fürs Leben“. Ihr einfacher Tipp: „In Erfolg steckt ‚Folge‘; Erfolg ist nicht die Folge von nichts, sondern die Folge von Handeln.“ Mit einer Bewegungs-Übung zum Mitmachen wurde den Teilnehmern zudem klar: Versuchen ist schwerer als es zu tun. Ganz handfeste Tipps, wie man durch eigenes Zutun überzeugend führt, hatte auch Jürgen Dörich. Der Verbandsingenieur von Südwestmetall (Stuttgart) erlebte bei Studienreisen nach China und Japan das „Toyota-Prinzip“, das weltweit als Vorbild für erfolgreiche Systeme – nicht nur für Automobilhersteller – gilt. Erfolgsgarant sei die schlanke Struktur, „außer in der Hierarchie, da kommt eine Führungskraft auf fünf Mitarbeiter“. So wisse jeder Mitarbeiter immer genau, wie, wo, was, wann von ihm gefragt sei. Zu Diskussionen rund um die Duale Ausbildung führte Dörichs Aussage, dass sich die Japaner von uns die „deutschen Tugenden wie Sauberkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit abgeschaut haben“. Diese seien die Säulen für das erfolgreiche Toyota-Prinzip. Im letzten Vortrag des Tages plädierte der Ratinger Personalexperte Ralf Overbeck dafür, bei der Personalentwicklung nicht Stellenbeschreibungen, Aufgabenprofile und Befugnisse, sondern die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. „Haben Sie Mut zur Unschärfe, lassen sie den Talenten Ihrer Mitarbeiter Raum zum Entfalten.“ Sein Tipp für die Praxis sind altersgemischte Teams: „Schauen Sie sich die Bauernhöfe im Münsterland an: Sie werden von vier Generationen gemeinsam geführt. Besinnen Sie sich auf dieses Wissen, dass Alt und Jung gemeinsam zum Erfolg kommen.“ Zum Abschluss plädierte Anja Meuter von der Kommunikations-Agentur Meuter und Team GmbH aus Gescher dafür, dass Führungskräfte mehr loben. Dazu überreichte sie jedem Teilnehmer ein handliches Lob-Set; es enthält Karten mit Aufschriften wie „Phänomenaler Einsatz“, „Was kannst du eigentlich nicht?“ oder „Maxikreisch“.

Organisator Jürgen Paschold vom Unternehmerverband hat die Unternehmenskultur zum Thema gemacht, weil es für die Personalabteilungen immer problematischer wird, ausreichend Fachkräfte zu finden. „Ob Azubis, Nachwuchs-Führungskraft oder Facharbeiter – für qualifizierte Mitarbeiter müssen sich die Unternehmen heute ins Zeug legen“, weiß Paschold. Die Ausgangslage habe sich komplett gedreht: Heute „bewerben“ sich Unternehmen für Mitarbeiter, nicht umgekehrt. „Unternehmen müssen sich heute stetig weiterentwickeln, sie müssen Mitarbeiter, aber auch Kunden, dabei mitnehmen und sie müssen sich geänderten Wertvorstellungen anpassen.“ Anders als noch vor einigen Jahren sei dabei eine neue Form des Zusammenarbeitens erforderlich; dies setze auch eine neue Lern- und Führungskultur voraus. Wie in den Vorjahren interessierten sich rund 70 Teilnehmer für das Personalforum, „viele von ihnen sind ‚Wiederholungstäter‘“, freut sich Paschold, denn das Bocholter Personalforum hat sich in seinen bislang nunmehr sieben Auflagen als praxisorientierte Netzwerkveranstaltung etabliert. Zudem wissen die Teilnehmer sehr zu schätzen, dass es neben dem fachlichen Input auch um das Netzwerken und den Austausch untereinander geht. Weitere Informationen zum Personalforum – die achte Auflage 2014 ist in Planung – unter www.unternehmerverband.org.

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